Daedong automatisiert 15 Prozesse im Traktorenwerk Daegu mit KI und Robotern, Kapazität steigt bis 2029 um 67 Prozent
Daedong teilte am 20. August in einer Pressemitteilung mit, dass es mit der Stadt Daegu eine Absichtserklärung über Rückverlagerung und KI-Investitionen im Werk unterzeichnet hat. Das Werk in Daegu fertigt rund 200 Traktorvarianten für den Export in etwa 70 Länder und soll bis 2029 in vier Schritten zu einer Produktion auf Basis von Physical AI umgebaut werden: Neuordnung von Fertigung und Logistik, eine neue KI-Linie, die Umrüstung bestehender Linien und ein daten- und KI-gestütztes Betriebssystem.
In 15 Hauptprozessen der neuen Linie optimiert KI die Reihenfolge, während AMR und Roboterzellen Materialversorgung, Motor- und Getriebemontage sowie Handling und Montage von Kabinen und Reifen übernehmen.
In der Lackiererei kommen zwölf Roboter zum Einsatz, kamerabasierte KI-Prüfung erkennt fehlende Teile und Ölleckagen, am Bandende werden Software und Systeme der fertigen Maschinen automatisch geprüft.
Die reguläre Traktorenkapazität soll von 21.000 auf 35.000 Einheiten pro Jahr steigen, rund 67 Prozent, die Lackierkapazität von 35.000 auf 63.000 Einheiten; die Lackierzeit je Maschine sinkt von 2,3 auf 1,9 Minuten.
Eine Investitionssumme nannte Daedong nicht. Das Unternehmen peilt für 2030 einen Konzernumsatz von 3,59 Billionen Won an. Für europäische Traktorenbauer wie Fendt, Claas oder Deutz-Fahr, mit denen Daedong in Europa unter der Marke KIOTI konkurriert, ist das ein Hinweis, dass der koreanische Wettbewerber seine Stückkosten über Automatisierung im Heimatwerk senken will.
