Korea entwirft Sicherheitsregeln für Humanoide, bevor der Staat 2027 250 Roboter kauft

Die koreanische Roboterförderagentur KIRIA und weitere Stellen haben begonnen, Leitlinien und Prüfkriterien für Sicherheit und Leistung humanoider Roboter auszuarbeiten, und stimmen einen ersten Entwurf mit den zuständigen Ministerien ab, berichtete die Zeitung Electronic Times (etnews) am 18.
Oktober unter Berufung auf Branchenkreise. Auf der Website der KIRIA ist dazu noch nichts veröffentlicht, die Details sind daher unbestätigt. Laut Bericht reagiert die Leitlinie auf den Plan der Regierung, im kommenden Jahr rund 1.700 Roboter direkt zu kaufen und bis 2030 auf rund 5.000 zu kommen; darunter sollen im Jahr 2027 insgesamt 250 in Korea gebaute Humanoide an Universitäten und staatliche Forschungsinstitute gehen, bis 2030 insgesamt 1.080.
Das Prüfzentrum für Humanoide in Daegu soll dagegen erst 2030 fertig sein, und eine eigene internationale Sicherheitsnorm erwartet die Branche frühestens um 2029. Für europäische Hersteller, die nach ISO 10218 zertifizieren, bleibt damit offen, welche Kriterien in Korea gelten werden.
MEKAWIRE berichtete am 30. September über den Plan von mehr als 1.700 öffentlichen Roboterkäufen 2027 und am 23. März über die Ausschreibung des Daegu-Zentrums mit bis zu 9.681 Mio. Won Fördermitteln für 2026 bis 2030; zwischen ersten Auslieferungen und Prüfinfrastruktur liegen also rund drei Jahre.