Lidar-Hersteller Hesai bringt Kosmo: Scanner und Cloud machen echte Räume zu Trainingswelten für Roboter
Hesai Group teilte am 14. Oktober per Pressemitteilung mit, Kosmo eingeführt zu haben, eine 3D-Weltdaten-Plattform aus der handgehaltenen 8K-KI-Raumkamera Kosmo One und der Cloud-Plattform Kosmo World, die reale Räume in simulationsfertige Umgebungen für Robotertraining und Weltmodelle verwandelt.
Kosmo One kombiniert Lidar, einen Ein-Zoll-Bildsensor und eine IMU; ein typischer Innenraum von 100 Quadratmetern lasse sich von einer Person in rund 15 Minuten erfassen. Die Plattform erzeugt Gaussian-Splatting-, Mesh- und Tiefendaten, ist an NVIDIA Isaac Sim und Isaac Lab angebunden und kann aus einem einzigen Scan mehr als 10.000 Trainingstrajektorien erzeugen.
In einer Dairy-Queen-Filiale habe der Aufbau der Trainingsumgebung 15 Minuten statt rund 300 Stunden manueller Modellierung gedauert, der Sharpa-Roboter habe eine Erfolgsquote von 99 Prozent erreicht.
Hesai kündigte zudem Partnerschaften mit den Embodied-AI-Firmen Galbot und Dexmal an und meldete mehr als 10.000 ausgelieferte Aktormodule bis Ende des zweiten Quartals, die unter anderem Sharpas Wave-Hand antreiben; für 2027 erwartet das Unternehmen sechsstellige Stückzahlen.
Einen Preis nannte Hesai nicht. Für europäische Sensorhersteller wie Sick zeigt der Schritt, dass sich Lidar-Anbieter zu Datenlieferanten für die Humanoid-Branche entwickeln; Galbot und Dexmal stehen beide in der MEKAWIRE-Datenbank.
