Universität Kyushu testet robotische Mikrochirurgie über 110 Kilometer per NTT-Glasfasernetz
Die Universität Kyushu hat laut ITmedia, zitiert von der Fachzeitung Robot Newspaper (irobotnews), einen zweijährigen Versuch bis 2027 gestartet, bei dem Chirurgen im Universitätsklinikum Fukuoka einen Mikrochirurgie-Roboter im rund 110 Kilometer entfernten Klinikum Beppu über NTTs volloptisches Netz IOWN APN fernsteuern; die Mitteilung der Universität wurde nicht eingesehen, die Angaben sind unbestätigt.
Gefördert wird das Projekt vom japanischen Innenministerium, beteiligt sind die Japanische Chirurgische Gesellschaft, F.MED, NTT DOCOMO BUSINESS, NTT Innovative Devices und Seiran. F.MED entwickelt einen Roboter, der Gefäße unter 1 Millimeter mit Fäden unter 0,009 Millimeter vernäht; Ziel sind unter 5 Millisekunden Umlaufzeit und unkomprimiertes HD-Video.
2026 wird die Videoübertragung geprüft, 2027 die echte Fernbedienung. Für europäische Kliniken, in denen Telechirurgie bislang an Haftungs- und Netzfragen scheitert, liefert das Projekt belastbare Latenzdaten.