Nvidia rüstet sein Humanoiden-Modell auf GR00T N1.5 auf und will Trainingsdaten per Weltmodell in 36 Stunden statt fast drei Monaten erzeugen

Nvidia hat auf der Computex 2025 in Taipeh das Humanoiden-Grundmodell Isaac GR00T N1.5 und die Blaupause Isaac GR00T-Dreams vorgestellt. Die Forscher des Konzerns erzeugten die Trainingsdaten nach eigenen Angaben mit Videos aus den Cosmos-Weltmodellen in 36 Stunden, wofür manuelles Sammeln fast drei Monate gedauert hätte.
Aus Deutschland steht NEURA Robotics auf der Partnerliste und prüft die Modelle für die Haushaltsautomatisierung.
Nvidia hat die Computex 2025 in Taipeh genutzt, um eine These zu untermauern: Der knappste Rohstoff der Humanoiden-Robotik, Demonstrationsdaten, lässt sich auf Grafikprozessoren herstellen. In einer Mitteilung vom 18. Mai 2025 stellte der Konzern Isaac GR00T N1.5 vor, die Weiterentwicklung des Humanoiden-Grundmodells GR00T N1, das Nvidia im März 2025 auf der GTC geöffnet hatte, sowie Isaac GR00T-Dreams, eine Blaupause, die Videos aus den Cosmos-Weltmodellen in Trainingsdaten für Roboter umwandelt.
Die wichtigste Zahl stammt von Nvidia Research. Nach Angaben des Unternehmens erzeugten die Forscher mit GR00T-Dreams die synthetischen Trainingsdaten für GR00T N1.5 in 36 Stunden; manuelles Sammeln durch Menschen hätte fast drei Monate gedauert. Laut der Forschungsseite von Nvidia wurde das Modell am 11. Juni 2025 auf GitHub und Hugging Face freigegeben. Die Modellkarte auf Hugging Face nennt 3 Milliarden Parameter, nach 2 Milliarden bei GR00T N1, und weist das Modell als bereit für die nichtkommerzielle Nutzung aus.
GR00T-Dreams arbeitet laut Nvidia in drei Schritten. Entwickler trainieren zunächst ein Cosmos-Predict-Weltmodell auf ihren eigenen Roboter nach. Aus einem einzigen Bild erzeugt die Blaupause dann Videos, in denen dieser Roboter neue Aufgaben in neuen Umgebungen erledigt. Zuletzt extrahiert sie aus den Videos Aktions-Token, verdichtete Bewegungsdaten, mit denen dem Roboter die neue Aufgabe beigebracht wird. Die Methode beschreibt ein Preprint namens DreamGen, das Nvidia-Forscher um Joel Jang, Seonghyeon Ye und Zongyu Lin am 19. Mai 2025 auf arXiv veröffentlichten. Demnach beherrschte ein Humanoide 22 neue Verhaltensweisen in bekannten und unbekannten Umgebungen, obwohl als Ausgangsbasis nur Teleoperationsdaten einer einzigen Greif- und Ablageaufgabe in einer Umgebung dienten. Die Autoren veröffentlichten zudem Code und den Videobenchmark DreamGen Bench.
Um das Modell herum ergänzte Nvidia die Werkzeugkette. Cosmos Reason, ein Weltmodell, das mit schrittweisem Schlussfolgern synthetische Daten kuratiert, ist auf Hugging Face verfügbar; Cosmos Predict 2, das in GR00T-Dreams steckt, wurde mit weniger Halluzinationen angekündigt. Isaac Sim 5.0 soll offen auf GitHub erscheinen, Isaac Lab 2.2 erhält Evaluierungsumgebungen für GR00T-N-Modelle. Nvidias offener Physical-AI-Datensatz umfasst nun 24.000 Bewegungstrajektorien von Humanoiden. Hinzu kommt die Blaupause GR00T-Mimic, die vorhandene Manipulationsdaten mit Omniverse und Cosmos anreichert.
Die Forschungsseite erläutert die Änderungen im Modell. Das Vision-Language-Modell bleibt im Vortraining wie im Feintuning eingefroren; Nvidia setzt nun ein auf Objektverortung getrimmtes Eagle-2.5-Modell ein, das im GR-1-Grounding-IoU-Test 40,4 Punkte erzielte, gegenüber 35,5 für Qwen2.5-VL 3B. Ein neues Lernziel namens FLARE (Future Latent Representation Alignment) erlaubt das Lernen aus menschlichen Videos, ohne künftige Bilder generieren zu müssen. Trainiert wurde N1.5 über 250.000 Schritte auf 1.000 H100-GPUs mit einer globalen Batchgröße von 16.384, mit eigenen GR-1-Daten, Open X-Embodiment, simulierten GR-1-Daten, DreamGen-Trajektorien und AgiBot-Beta.
Die gemeldeten Fortschritte sind deutlich, aber selbst gemessen. Auf einem realen Fourier GR-1, der eine von zwei Früchten auf einen Teller legen sollte, stieg die Rate korrekt befolgter Sprachanweisungen von 46,6 Prozent bei N1 auf 93,3 Prozent bei N1.5, die Gesamterfolgsquote von 43,3 auf 83,0 Prozent. Bei zwölf neuen, über DreamGen-Daten gelernten Verben kletterte die Erfolgsquote von 13,1 auf 38,3 Prozent. Nach Nachtraining mit 1.000 Teleoperationsepisoden auf einem Unitree G1 lag sie bei vier bekannten Früchten bei 98,8 Prozent und bei fünf unbekannten Objekten bei 84,2 Prozent; N1 kam in derselben Aufgabe auf 44,0 Prozent.
- Sprachbefolgung, realer Fourier GR-1
- 46,6
- 93,3
- 46,7
- Gesamterfolg, realer GR-1, Fruchtaufgabe
- 43,3
- 83
- 39,7
- Language Table (Simulation)
- 52,8
- 93,2
- 40,4
- Sim GR-1 Language
- 36,4
- 54,4
- 18
- RoboCasa, 30 Demonstrationen
- 17,4
- 47,5
- 30,1
- 12 neue Verben aus DreamGen-Daten
- 13,1
- 38,3
- 25,2
Quoten laut Nvidia Research, GR00T-N1.5-Seite. Veränderung = N1.5 minus N1 in Prozentpunkten. Offengelegte, keine geschätzten Werte; nicht unabhängig überprüft.
Stand: 3. Okt. 2026
Als frühe Nutzer der GR00T-N-Modelle nannte Nvidia vier Unternehmen. Das koreanische AeiROBOT setzt sie ein, damit sein Roboter ALICE4 natürlichsprachliche Anweisungen bei industriellen Greifaufgaben versteht, Foxlink zur Flexibilisierung von Industriemanipulatoren, Lightwheel zur Validierung synthetischer Daten für den Fabrikeinsatz von Humanoiden. Das deutsche Unternehmen NEURA Robotics prüft die Modelle für die Entwicklung von Haushaltsautomatisierung. Agility Robotics, Boston Dynamics, Fourier, Mentee Robotics, NEURA Robotics und XPENG Robotics simulieren und trainieren laut Nvidia ihre Humanoiden in Isaac Sim und Isaac Lab, Skild AI nutzt die Werkzeuge für allgemeine Roboterintelligenz, General Robotics integriert sie in seine Plattform. Foxconn und Foxlink verwenden GR00T-Mimic in ihren Trainingsabläufen.
- AeiROBOT
- KR
- 2018
- GR00T-N-Modelle für ALICE4
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Agility Robotics
- US
- 2015
- Isaac Sim und Isaac Lab
- Series B
- 150.000.000
- Keine Daten
- 2022-04-22
- Boston Dynamics
- US
- 1992
- Isaac Sim und Isaac Lab
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Fourier
- CN
- 2015
- Isaac Sim und Isaac Lab; GR-1 in Nvidia-Tests
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Mentee Robotics
- IL
- Keine Daten
- Isaac Sim und Isaac Lab
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
- NEURA Robotics
- DE
- 2019
- Prüfung der GR00T-N-Modelle; Isaac Sim und Isaac Lab
- Series C
- Keine Daten
- Keine Daten
- 2026-06-10
- Skild AI
- US
- 2023
- Isaac-Werkzeuge für allgemeine Roboterintelligenz
- Series C
- 1.400.000.000
- 14.000.000.000
- 2026-01-14
- XPENG (XPENG Robotics)
- CN
- Keine Daten
- Isaac Sim und Isaac Lab
- Börsennotiert
- Keine Daten
- Keine Daten
- Keine Daten
Rollen laut Nvidia-Mitteilung vom 18. Mai 2025. Finanzierungsdaten: letzte Runde in der verifizierten MEKAWIRE-Unternehmensdatenbank, nur offengelegte Werte; — = nicht offengelegt oder nicht erfasst. Boston Dynamics und Mentee Robotics sind Tochtergesellschaften, XPENG ist börsennotiert.
Stand: 3. Okt. 2026
Taiwans Industrie zog sich durch die Keynote. Nach Nvidias Zusammenfassung nutzen TSMC, Foxconn, Wistron, Pegatron, Delta Electronics, Quanta und GIGABYTE Nvidia Omniverse für digitale Zwillinge; Nvidia und die Foxconn Hon Hai Technology Group wollen mit Taiwans Regierung einen KI-Fabrik-Supercomputer auf Blackwell-Basis aufbauen. Cisco, Dell Technologies, Hewlett Packard Enterprise, Lenovo und Supermicro kündigten RTX-PRO-6000-Blackwell-Server an; mit GB200 NVL72 in der DGX Cloud verspricht Nvidia bis zu 18-fache Leistung bei der Datenverarbeitung. Der Roboterrechner Jetson Thor galt damals noch als demnächst verfügbar und erreichte Entwickler im August 2025.
Für Europa ist die Konstellation aufschlussreich. NEURA Robotics war das einzige deutsche Unternehmen in der Mitteilung und zugleich in zwei Rollen genannt, als Prüfer der GR00T-Modelle und als Nutzer von Isaac Sim und Isaac Lab. Für Maschinenbauer und Automatisierer aus dem Mittelstand, die keine eigenen Grundmodelle trainieren können, ist ein vortrainiertes offenes Modell ein günstiger Einstieg. Die nichtkommerzielle Lizenz schränkt den Einsatz in Serienprodukten jedoch ein. Im Wettbewerb stehen Anbieter eigener Robotergehirne wie Figure, das sein Vision-Language-Action-Modell Helix im Februar 2025 vorstellte, und Skild AI, das trotz Isaac-Nutzung ein eigenes Generalmodell entwickelt.
Technisch betrachtet ist GR00T N1.5 ein Vision-Language-Action-Modell. Ein eingefrorenes Sprach-Bild-Modell liest Kamerabilder und Anweisungen, ein diffusionsbasiertes Aktionsmodul übersetzt dies in Gelenkbefehle. GR00T-Dreams setzt bei den Daten an. Statt jede neue Aufgabe von Menschen per Fernsteuerung aufzeichnen zu lassen, stellt sich ein Weltmodell die Ausführung als Video vor, und ein weiteres Modell leitet die Motorbefehle ab, die dieses Video erzeugt hätten.
Offene Fragen bleiben. Alle Messwerte stammen aus Nvidias eigenen Tests mit wenigen Aufgaben und Robotern, vor allem Fouriers GR-1 und Unitrees G1. Die 36 Stunden beziffern die Datenerzeugung für ein Modell-Update, nicht die Zeit bis zum produktiven Einsatz in einer Fabrik. Generierte Videos können physikalisch unmögliche Bewegungen enthalten, weshalb Nvidia ein eigenes Schlussfolgerungsmodell zur Filterung vorschaltet. Und die Lizenz bremst die Kommerzialisierung bei Partnern.
MEKAWIRE-Analyse
GR00T-Dreams war wichtiger als GR00T N1.5 selbst, weil Nvidia damit den Engpass beim Training von Humanoiden von Teleoperationsstunden zu GPU-Stunden verschieben will, also zu dem Gut, das der Konzern verkauft.
Die Belege liefert Nvidia selbst. Der Konzern beziffert die Datenarbeit für N1.5 auf 36 Stunden statt fast drei Monate, das DreamGen-Preprint berichtet von 22 neuen Verhaltensweisen aus einem einzigen Aufgabendatensatz, und DreamGen-Trajektorien flossen tatsächlich in das N1.5-Training ein. Vom Nachtraining mit Cosmos Predict über die Filterung mit Cosmos Reason bis zum Training auf H100 oder GB200 läuft die gesamte Kette auf Nvidia-Hardware.
Das stärkste Gegenargument lautet, dass synthetische Videos echte Roboterdaten noch nicht mit der Zuverlässigkeit ersetzen, die eine Fabrik verlangt. Bei den zwölf DreamGen-Verben lag die Erfolgsquote bei 38,3 Prozent, die Mehrzahl der Versuche scheiterte also, und das starke Ergebnis auf dem Unitree G1 beruhte auf 1.000 echten Teleoperationsepisoden.
Optimistisches Szenario. Schließen Weltmodelldaten die Lücke weiter, wird jeder Humanoiden-Hersteller zum Käufer von Simulations- und Trainingsrechenleistung, gleich welches Modell er nutzt. Europäische Anbieter wie NEURA könnten mit offenen Modellen und Simulationswerkzeugen schneller aufholen, ohne eigene Datenfabriken in chinesischer Größenordnung zu bauen.
Pessimistisches Szenario. Verharren generierte Trajektorien auf Laborniveau, bleiben echte Einsatz- und Teleoperationsdaten der Burggraben, und die liegen bei den Roboterherstellern. Zusammen mit der nichtkommerziellen Lizenz bliebe GR00T dann eine akademische Referenz.
Signale
- Jede neue GR00T-Modellkarte auf Hugging Face: ob die Lizenz von nichtkommerzieller zu kommerzieller Nutzung wechselt.
- Computex 2027 in Taipeh: ob Foxconn oder Foxlink GR00T-Mimic- oder GR00T-Dreams-Daten im Produktionsbetrieb statt nur im Training ausweisen.
- Weitere Fassungen des DreamGen-Preprints (erstmals überarbeitet am 17. Juni 2025): ob die Erfolgsquote bei rein aus Video gelernten neuen Aufgaben über 38,3 Prozent steigt.
- 18. Mai 2025, Computex in Taipeh
- Isaac GR00T N1.5, 3 Mrd. Parameter (GR00T N1: 2 Mrd.)
- 11. Juni 2025, GitHub und Hugging Face, nur nichtkommerziell
- 36 Stunden statt fast drei Monate manuell (Nvidia)
- 46,6 auf 93,3 Prozent
- 1.000 H100-GPUs, 250.000 Schritte
- 24.000 Humanoiden-Bewegungstrajektorien
- NEURA Robotics (Prüfung der GR00T-Modelle, Isaac Sim und Isaac Lab)
- DreamGen, arXiv 2505.12705, 19. Mai 2025
Warum das wichtig ist
Mit der Computex-Mitteilung hat Nvidia erstmals beziffert, was Roboterdaten in der eigenen Pipeline kosten. Die Aussage, 36 Stunden Weltmodell-Generierung ersetzten fast drei Monate Handarbeit, macht aus dem Datenproblem der Humanoiden ein Rechenproblem, und Rechenleistung ist Nvidias Geschäft. N1.5 ist der Beleg, GR00T-Dreams die Strategie.
Zugleich zeigt die Partnerliste, wie Nvidia auch Hersteller mit eigenen Modellen im Ökosystem hält. Isaac Sim, Isaac Lab, Cosmos und GR00T-Mimic nützen auch Firmen, die GR00T nie ausliefern, von Boston Dynamics bis Skild AI.
Wettbewerbsanalyse
Am direktesten konkurriert Nvidia mit Herstellern eigener Robotergehirne. Figure stellte Helix im Februar 2025 vor und nutzt es exklusiv; Skild AI baut trotz Isaac-Nutzung ein eigenes Generalmodell und sammelte laut MEKAWIRE-Datenbank im Januar 2026 in einer Series C 1,4 Mrd. US-Dollar bei einer Post-Money-Bewertung von 14 Mrd. US-Dollar ein. Für diese Firmen ist Nvidia Lieferant von Simulation und Rechenleistung.
Anders liegt der Fall bei kleineren und industriellen Nutzern wie AeiROBOT, Foxlink, Lightwheel und NEURA Robotics. Für sie senkt ein starkes vortrainiertes Modell die Einstiegskosten. Für den deutschen Maschinenbau gilt dasselbe, sofern die Lizenz einen Serieneinsatz erlaubt.
Bewertungskontext
Nvidia weist in der Mitteilung keine Robotikumsätze aus, und N1.5 ist für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos. Die Ertragslogik läuft über Hardware: RTX-PRO-6000-Blackwell-Server von Cisco, Dell Technologies, Hewlett Packard Enterprise, Lenovo und Supermicro sowie GB200 NVL72 in der DGX Cloud.
Bei den Partnern zeigen offengelegte Bewertungen den Kapitalfluss. Skild AI erreichte laut MEKAWIRE-Datenbank 14 Mrd. US-Dollar Post-Money, NEURA Robotics schloss im Juni 2026 eine Series C ab. Unternehmen dieser Größe können eigene Datenteams finanzieren, weshalb Nvidia die Werkzeuge stärker betont als das Modell allein.
Folgen für die Lieferkette
Taiwan steht an beiden Enden der von Nvidia beschriebenen Kette. TSMC, Foxconn, Wistron, Pegatron, Delta Electronics, Quanta und GIGABYTE nutzen Omniverse für digitale Zwillinge, Foxconn und Foxlink trainieren Roboter mit GR00T-Mimic, und dieselben Fertiger bauen die Trainingsserver.
Auf der Roboterseite liefen Nvidias Tests auf chinesischen Humanoiden, Fourier GR-1 und Unitree G1, und die Trainingsdaten enthielten AgiBot-Beta. Europäische Anbieter von Aktorik, Sensorik und Steuerungen müssen sich auf eine Wertschöpfung einstellen, in der Nvidia-Software und asiatische Hardware den Takt vorgeben.
Worauf jetzt zu achten ist
Erstens die Lizenz. Die Modellkarten von GR00T N1 und N1.5 beschränken die Nutzung auf nichtkommerzielle Zwecke; ein Wechsel zu kommerziellen Bedingungen würde das Modell vom Forschungsbaustein zum einsetzbaren Bauteil machen.
Zweitens Belege dafür, dass Daten aus GR00T-Dreams oder GR00T-Mimic bei Foxconn und Foxlink in der Produktion statt nur im Training ankommen. Drittens eine unabhängige Replikation der DreamGen-Ergebnisse und konkrete Zahlen von NEURA Robotics zu GR00T-basierten Haushaltsanwendungen.
Analystensicht
These: GR00T-Dreams ist ein glaubwürdiger Schritt, Roboterdaten zu einem Rechenprodukt zu machen, lieferte im Mai 2025 aber Laborresultate, keine Fabrikresultate. Zuversicht: mittel.
Dafür spricht, dass Nvidia die Methode als Preprint mit Code veröffentlichte, Trainingsaufwand und Datenquellen von N1.5 offenlegte und in Simulation wie Realtests konsistente Verbesserungen meldete. Dagegen sprechen die Selbstauskunft, die Erfolgsquote von nur 38,3 Prozent bei den zwölf DreamGen-Verben und die Abhängigkeit des stärksten Realergebnisses von 1.000 menschlichen Teleoperationsepisoden.
Offene Fragen
Welcher Anteil der 36 Stunden entfällt auf das Nachtraining von Cosmos Predict für einen neuen Roboter, und erreichen Partner mit anderen Humanoiden dasselbe Tempo?
Wird Nvidia kommerzielle Lizenzen für GR00T-N-Modelle anbieten, und zu welchen Bedingungen?
Wie schneiden DreamGen-Daten gegenüber klassischer Simulation in Isaac Lab bei gleichem GPU-Budget ab?
Wird NEURA Robotics oder ein anderer europäischer Partner eine produktive Aufgabe offenlegen, die überwiegend mit Weltmodelldaten trainiert wurde?