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KDDI gründet ELYZA Robotics: 30 Mrd. Yen für Forschung, 1.000 Roboter bis 2030

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Der japanische Netzbetreiber KDDI und seine KI-Tochter ELYZA teilten am 27. Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass die neue Physical-AI-Gesellschaft ELYZA Robotics am 1. Oktober den Betrieb aufgenommen hat.

Die KDDI-Gruppe will bis zum Geschäftsjahr 2030 30 Mrd. Yen in Forschung und Entwicklung stecken, mehr als 300 Fachleute aufbauen und über 1.000 Roboter in Handel, Logistik, Fertigung und Dienstleistung bringen.

Eigene Robotik-Basismodelle entstehen im Haus, die Hardware wird zugekauft.

Der japanische Netzbetreiber KDDI und seine Sprachmodell-Tochter ELYZA teilten am 27. Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass sie mit ELYZA Robotics eine eigene Gesellschaft für das Physical-AI-Geschäft des Konzerns gegründet haben. Sie arbeitet seit dem 1. Oktober, hat 100 Mio. Yen Stammkapital und sitzt in Hongo, Tokio; Präsident ist Yuya Soneoka. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will die Gruppe 30 Mrd. Yen in Forschung und Entwicklung investieren, ein Team von mehr als 300 Spezialisten aufbauen und über 1.000 Roboter an realen Einsatzorten betreiben.

In der Gesellschaft arbeiten Fachleute von ELYZA, KDDI Research und weiteren Konzerneinheiten. Sie entwickelt Vision-Language- und Vision-Language-Action-Modelle für Roboter, Verfahren zur Aufnahme von Arbeitsdaten aus Ich-Perspektive und Simulationen realer Arbeitsplätze, dazu zwei Plattformen: eine für Modelltraining und Felddaten, eine für den Betrieb mit verteilter Inferenz, Fernüberwachung und koordinierten Robotergruppen. Eigene Roboter baut ELYZA Robotics nicht. Industriearme, Vierbeiner und Humanoide kauft sie bei Herstellern im In- und Ausland, passt sie an und startet ab 2026 Pilotprojekte, etwa für Inventur, Regalbefüllung und Kundenservice im Handel, schweres Tragen und Fehlbestandserkennung in der Logistik sowie Präzisionsarbeit in der Fertigung.

Warum das wichtig ist

Japans Physical-AI-Offensive lief bislang über Allianzen, in denen die Modellschicht aus dem Ausland kommt, wie unser Erklärstück zur japanischen Physical-AI-Strategie zeigt: Yaskawa mit Googles Gemini Robotics, FANUC und Fujitsu mit Nvidia-Werkzeugen, Hitachi mit dem Münchner Unternehmen Agile Robots. KDDI ist der erste japanische Großkonzern in unserer Berichterstattung, der ein Budget für eigene Robotik-Basismodelle nennt. Die 30 Mrd. Yen entsprechen rund 2,7 Prozent des operativen Gewinns von 1.099,1 Mrd. Yen im Geschäftsjahr bis März 2026 (unsere Rechnung), aber dem Fünfzigfachen der Serie B von Qibitech über rund 600 Mio. Yen, der einzigen japanischen Robotik-Finanzierungsrunde in unserer Datenbank in diesem Jahr. Für europäische Anbieter von Cobots und Vierbeinern ist der Zukaufansatz eine Vertriebschance; offen bleibt, wie schnell die konzerneigenen Handels- und Logistikkunden die 1.000 Roboter tatsächlich abnehmen.

Gute oder schlechte Nachricht für das Unternehmen?

 

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