Yaskawa setzt MOTOMAN NEXT bei Toyotas GR-Kartrahmen ein, Roboter prüft eigene Schweißnähte
Yaskawa Electric teilte am 28. Oktober mit, dass ein gemeinsam mit GAZOO Racing, der Motorsportsparte von Toyota, entwickeltes KI-Schweißsystem seit September 2026 Kartrahmen in der Gamagori GR KART Workshop fertigt.
Der Roboter MOTOMAN NEXT erkennt den Zustand des Rohrrahmens, schweißt und prüft danach seine Nähte anhand von Kamerabildern, Schweißgeräusch und Prozessdaten selbst, inklusive Nacharbeit.
Yaskawa Electric teilte am 28. Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass das Unternehmen gemeinsam mit GAZOO Racing (GR), der Motorsportsparte von Toyota, eine autonome Roboterfertigung entwickelt hat. Seit September 2026 läuft sie in der Rahmenfertigung der Gamagori GR KART Workshop.
Der Roboter erfasst Montagezustand und Spaltmaße des Rohrrahmens, legt die Schweißparameter fest, schweißt und übernimmt anschließend Prüfung und Korrektur der Nähte. Laut Yaskawa wertet die KI dabei Kamerabilder, das Schweißgeräusch und weitere Prozessdaten aus. Eingesetzt wird der MOTOMAN NEXT mit integrierter GPU. Das Projekt habe die Erprobung hinter sich gelassen und laufe auf einer realen Kundenlinie, so das Unternehmen.
Beide Partner hatten 2024 das SFA-Lichtbogenschweißverfahren für Überrollkäfige entwickelt; die Durchlaufzeit sank nach Yaskawa-Angaben von zwei bis drei Wochen auf drei Tage.
MEKAWIRE-Einordnung: Es ist die erste namentlich genannte Kundenanwendung des MOTOMAN NEXT seit der Kooperation mit Google DeepMind im Juli, und sie fällt in eine Phase schwacher Robotikgewinne (Halbjahr minus 43 Prozent, siehe unsere Yaskawa-Analyse). Für Zulieferer im deutschen Schweißanlagenbau zeigt der Fall, wohin die Qualitätsprüfung wandert: in die Roboterzelle selbst. Stückzahlen, Taktzeiten und Preise nannte Yaskawa nicht.
