Percepto öffnet seine Inspektions-KI mit Axion für fremde Drohnen, 160 Modelle
Percepto, der 2014 gegründete Anbieter autonomer Drohneninspektion aus Austin, hat am 27. Oktober Axion vorgestellt, eine Software-as-a-Service-Plattform, die mehr als 160 KI-Modelle auf Daten fremder Drohnen, fester und mobiler Sensoren und bestehender Inspektionsarchive anwendet.
Trainiert wurden sie auf über 100.000 Stunden eigener autonomer Inspektionen. Zugleich stellte das Unternehmen eine neue Führung um CEO Julien Bellanger vor und meldete einen mehrjährigen Auftrag eines ungenannten großen US-Energieversorgers für die Inspektion von Übertragungsleitungen.
Percepto teilte am 27. Oktober in einer Pressemitteilung mit, die herstellerunabhängige Physical-AI-Plattform Axion auf den Markt gebracht zu haben. Das Unternehmen, das seit 2014 autonome Drohnen und Dockingstationen an Energie- und Industriestandorte liefert, verkauft seine Inspektions-KI damit erstmals ohne eigene Hardware. Axion wendet als Abodienst mehr als 160 spezialisierte KI-Modelle auf Daten fremder Drohnenplattformen, fester und mobiler Sensoren sowie vorhandener Inspektionsarchive an.
Trainiert wurden die Modelle laut Percepto auf mehr als 100.000 Stunden realer autonomer Inspektionen aus über zehn Jahren. Die Software erkennt etwa ein abgerissenes Kabel an seiner Lage zu benachbarten Bauteilen oder bewertet eine thermische Auffälligkeit vor dem Hintergrund des Normalverhaltens der Anlage und der Witterung. Betreiber können in natürlicher Sprache nach Anlagen und Befunden fragen. Wer häufiger prüfen will, ergänzt Ranger-Drohnen, Harbor-Stationen und den Fernbetrieb von Percepto, der mit einer landesweiten FAA-Genehmigung für Flüge außerhalb der Sichtweite arbeitet.
Neu an der Spitze stehen CEO Julien Bellanger, Vertriebschef Kurt Nantkes und Marketingchef Amir Khoshniyati. Ein ungenannter großer US-Energieversorger hat Percepto zudem einen mehrjährigen Auftrag für Befliegung und KI-Auswertung seines Übertragungsnetzes erteilt. Entwicklung, Fertigung und Montage werden in die USA verlagert. Preise und Umsatz nennt die Mitteilung nicht.
Warum das wichtig ist
Drohnenhardware ist austauschbar geworden, zehn Jahre gelabelter Inspektionsdaten sind es nicht. Nach MEKAWIRE-Rechnung entsprechen 100.000 Stunden in rund zwölf Jahren seit 2014 etwa 8.300 Stunden pro Jahr. Für europäische Netzbetreiber, die Drohnen verschiedener Hersteller und Laufroboter wie ANYmal von ANYbotics einsetzen, ist eine herstellerunabhängige Auswertung der interessante Teil. Offen sind der Name des Energiekunden und die Preise.
- Axion, 27. Oktober 2026, als Abodienst
- mehr als 160
- über 100.000 Stunden autonomer Inspektionen aus mehr als zehn Jahren
- fremde Drohnen, feste und mobile Sensoren, Inspektionsarchive
- CEO Julien Bellanger, CRO Kurt Nantkes, CMO Amir Khoshniyati
- Mehrjährige Leitungsinspektion für einen ungenannten großen US-Energieversorger
- Gegründet 2014, Austin, Texas; landesweite FAA-BVLOS-Genehmigung
