Opentrons holt 40 Mio. Dollar in Serie E unter Führung von Avego für autonome Laborforschung
Der New Yorker Laborautomations-Hersteller Opentrons teilte am 29. Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass er eine Serie-E-Finanzierung über 40 Millionen Dollar abgeschlossen hat. Angeführt wurde die Runde vom Healthcare-Investor Avego, BroadOak Capital Partners stieg neu ein, SoftBank Vision Fund und Khosla Ventures sind bestehende Geldgeber.
Das Unternehmen nennt mehr als 11.000 installierte Roboter in über 80 Ländern und will das Geld in KI-gesteuerte Versuchsdurchführung und neue Märkte stecken. Eine Bewertung wurde nicht genannt.
Opentrons Labworks, Hersteller offener Laborautomations-Roboter aus New York, teilte am 29. Oktober in einer Pressemitteilung mit, eine Serie-E-Runde über 40 Millionen Dollar abgeschlossen zu haben. Angeführt wurde sie vom Healthcare-Investor Avego, BroadOak Capital Partners beteiligte sich ebenfalls. SoftBank Vision Fund und Khosla Ventures nennt das Unternehmen als bestehende Investoren. Eine Bewertung oder die Aufteilung nach Geldgebern veröffentlichte Opentrons nicht.
Wofür das Geld fließt
Das Kapital soll in drei Bereiche gehen: Software und KI, die auf der Plattform Opentrons Flex Versuche in einem geschlossenen Kreislauf planen, ausführen und verbessern, zusätzliche Funktionen für Roboter und Instrumente sowie neue Märkte und Regionen. Vorstandschef James Atwood begründete den Ansatz mit der Handarbeit, die Wissenschaftler heute noch einen Großteil ihres Arbeitstags koste.
Die installierte Basis als Kapital
Nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 11.000 Opentrons-Roboter in über 80 Ländern. Die Mitteilung nennt die Pharmapräsenz in zwei Varianten: 90 Prozent der 20 größten Pharmakonzerne im Text, 14 der 15 größten Biopharma-Unternehmen im Unternehmensprofil. Kundennamen fehlen. Das 2014 gegründete Unternehmen wuchs mit dem günstigen, in Python programmierbaren Pipettierroboter OT-2 und stieg später mit dem Flex in ein höheres Segment auf.
- Opentrons
- 2026-10-29
- Serie E
- 40 Mio.
- Avego
- Multiply Labs
- 2026-10-06
- Serie B
- 75 Mio.
- Patrick Soon-Shiong
Veröffentlichte Beträge laut Unternehmensmitteilungen. Keine Bewertung für beide Runden.
Stand: 30. Okt. 2026
MEKAWIRE-Analyse
Die Runde setzt darauf, dass der Laborroboter zur Datenschicht der KI-gestützten Wirkstoffforschung wird und eine offene, günstige installierte Basis diese Rolle vor geschlossenen Arbeitszellen besetzt.
Laut MEKAWIRE-Datenbank sammelte Multiply Labs, Spezialist für automatisierte Zelltherapie-Produktion, am 6. Oktober 75 Millionen Dollar in einer Serie B ein. Die deutlich spätere Serie E von Opentrons ist nur etwa halb so groß, Investoren bewerten Laborautomatisierung offenbar eher als Infrastrukturgeschäft. Dagegen spricht, dass regulierte Pharmakunden validierte, geschlossene Systeme bevorzugen. Opentrons hat dafür auf der SLAS Europe 2026 eine Compliance-Software für den Flex vorgestellt.
Für europäische Laborausrüster und Pharmastandorte in Deutschland und der Schweiz ist der offene, preiswerte Ansatz ein Wettbewerbsfaktor im Hochschul- und Auftragsforschungsmarkt. Zu beobachten sind Kundennamen für die KI-Ausführungssoftware, Angaben zu Umsatz oder Stückzahlen und mögliche Zukäufe.
- Serie E, 40 Mio. US-Dollar
- 29. Oktober 2026, Pressemitteilung
- Avego
- BroadOak Capital Partners
- SoftBank Vision Fund, Khosla Ventures
- Mehr als 11.000 Roboter in über 80 Ländern (Unternehmensangabe)
- Nicht veröffentlicht
- KI-Versuchsdurchführung, Roboter und Instrumente, neue Märkte
Warum das wichtig ist
Opentrons sits where two funding themes meet: robotics and AI-for-science. Frontier models can propose experiments faster than labs can run them, and the company is positioning its installed base of more than 11,000 robots as the execution layer that closes that loop. If that framing holds, the value of a lab robot shifts from labour saving to the structured, reproducible data each run produces.
Wettbewerbsanalyse
Its rivals split into two camps. Established liquid-handling vendors sell closed, validated workcells into regulated pharma, while newer startups such as Multiply Labs (USD 75 million Series B on Oct 6, per our database) build fully robotic production cells for narrower workflows. Opentrons competes on price and openness: its robots are programmable through a public Python API, which suits academic and AI-native labs but must still pass pharma validation.
Bewertungskontext
No valuation was disclosed, so no step-up can be computed. The round size is modest for a Series E, about half of Multiply Labs' Series B this month, which points to a company raising growth capital on an existing revenue base rather than a priced leap.
Folgen für die Lieferkette
Liquid handlers rely on precision motion stages, pipetting modules, pumps and consumables such as tips and labware. Opentrons sells its own tips and labware, which gives it recurring revenue tied to the installed base.
Worauf jetzt zu achten ist
Named pharma or AI-lab customers for the autonomous execution software; any revenue or unit disclosure; acquisitions in instruments or software funded by the round.
Analystensicht
Thesis: the open installed base is the asset, and the round funds turning it into a data platform. Confidence medium, because the release gives no revenue, valuation or customer names.
Offene Fragen
What share of the 11,000 robots run Flex rather than OT-2? How much revenue comes from consumables? Which customers already run AI-generated protocols end to end?
