Foundry Robotics holt 100 Mio. Dollar für eine von Robotern betriebene Auftragsfabrik
Foundry Robotics hat am 28. Oktober eine Serie-A-Runde über 100 Mio. US-Dollar gemeldet. Das Geld soll ein Werk mit 130.000 Quadratfuß in Emeryville, Kalifornien, ausbauen, in dem KI-gesteuerte Roboterzellen komplexe mechatronische Produkte im Auftrag ziviler und militärischer Kunden montieren.
Laut Website hat die Firma mehr als 75 Beschäftigte und eine ITAR-Registrierung; Investoren und Bewertung fanden sich in den für MEKAWIRE zugänglichen Unterlagen nicht.
Foundry Robotics hat am 28. Oktober über eine Business-Wire-Mitteilung und ein Banner auf der eigenen Website eine Serie-A-Finanzierung über 100 Mio. US-Dollar bekanntgegeben; die Mitteilung kündigt im Titel Amerikas erste autonome Montagefabrik an. Den Volltext konnte MEKAWIRE nicht abrufen, Business Wire verweigerte den Zugriff, und die Website nennt weder Investoren noch Bewertung. Dieser Bericht stützt sich daher nur auf die eigenen Seiten des Unternehmens.
Verkauft wird keine Maschine, sondern Fertigungskapazität. Laut Website betreibt Foundry in Emeryville, Kalifornien, ein Werk mit 130.000 Quadratfuß, zugleich Firmensitz, mit mehr als 75 Beschäftigten. Modulare Roboter-Montagezellen, deren Physical-AI-Modelle auf lokaler Rechentechnik laufen, übernehmen Montageschritte für verschiedene mechatronische Produkte; die Eigenentwicklung FoundryOS plant Zellen und Aufträge, damit ein Produktwechsel ohne neue Linie gelingt. Kunden kaufen Ausbringung: Foundry bietet autonome Fertigung als Dienstleistung von Baugruppen bis zum Endprodukt, mit lückenloser Rückverfolgung von Teilen und Qualitätsdaten. Als Branchen nennt die Website zivile Kunden und Verteidigung, dazu eine ITAR-Registrierung für US-Rüstungsgüter.
Einordnung mit MEKAWIRE-Daten
Für eine Serie A ist die Runde groß. Seit Juli hat MEKAWIRE fünf Robotik-Serie-A-Runden ab 100 Mio. Dollar erfasst, angeführt von Warp Sciences (215 Mio.) und Humanoid (152 Mio.); Foundry folgt direkt auf Holiday Robotics [[table:1]]. Näher am Geschäftsmodell liegen Anbieter von Automatisierungskapazität: Formic (Robotik als Dienstleistung, 50 Mio. Serie B plus Kredit am 22. Oktober), Bright Machines (softwaredefinierte Montagelinien), Machina Labs (robotergestützte Metallumformung) und Vention (Automatisierungszellen). Foundry ist der kapitalintensivste Ansatz der Gruppe, weil es das Werk besitzt und das Produktionsrisiko trägt.
Warum das zählt
Auftragsfertiger automatisieren Großserien seit Jahren. Foundry wettet darauf, dass KI-gesteuerte Zellen auch die Klein- und Mittelserienmontage, die seit Jahren abwandert, in der Bay Area bezahlbar machen. Für deutsche Elektronikfertiger und Zulieferer mit US-Geschäft ist das Modell ein Gradmesser, ob Reshoring per Roboter-Lohnfertigung funktioniert. Entscheidend ist die Auslastung: Ein Werk dieser Größe rechnet sich nur, wenn die Zellen schnell umrüsten und ausgelastet sind. Kunden und Stückzahlen hat Foundry nicht genannt. Als Nächstes zählen namentlich bekannte Kunden, wegen der ITAR-Registrierung besonders im Verteidigungsbereich, und die Offenlegung der Investoren.
- Warp Sciences
- Serie A
- 215
- 2026-10-22
- Humanoid
- Serie A
- 152
- 2026-07-21
- Eka Robotics
- Serie A
- 150
- 2026-10-20
- Holiday Robotics
- Serie A
- 105
- 2026-07-13
- Foundry Robotics
- Serie A
- 100
- 2026-10-28
Geprüfte Einträge vom Typ Serie A mit offengelegtem Betrag ab 100 Mio. US-Dollar, bekanntgegeben vom 1. Juli bis 28. Oktober 2026. Offengelegte Beträge, keine Schätzungen.
Stand: 29. Okt. 2026
- Serie A über 100 Mio. US-Dollar, gemeldet am 28. Oktober 2026
- Auf den von MEKAWIRE geprüften Firmenseiten nicht genannt
- 130.000 Quadratfuß in Emeryville, Kalifornien, zugleich Firmensitz
- Mehr als 75 (Website)
- Autonome Fertigung als Dienstleistung für komplexe mechatronische Montage
- FoundryOS steuert Zellen, Planung und Umrüstung
- Zivil und Verteidigung, ITAR-registriert
