Rainbow-Robotics-Chef: Ohne Staat gewinnen in Koreas Robotik nur die Konzerne
Lee Jung-ho, Vorstandschef des von Samsung kontrollierten Herstellers Rainbow Robotics, hat am 21. Oktober auf einem Forum zum KI- und Robotik-Ökosystem in der koreanischen Nationalversammlung gewarnt, dass ein dem Markt überlassener Robotiksektor nur wenigen vertikal integrierten Konzernen nütze, berichtete ZDNet Korea; MEKAWIRE fand keine Mitschrift oder Mitteilung des Unternehmens, die Zitate stützen sich auf diesen Bericht.
Demnach braucht ein Robotereinsatz vier Parteien, Hersteller, KI-Entwickler, Systemintegrator und Endkunden, und Koreas größte Hersteller würden ihre Fabrikdaten nie öffnen; nur Gruppen wie Hyundai Motor und Samsung könnten wie Tesla alles selbst machen.
Lee nannte einen Anteil der Großunternehmen von etwa 1 Prozent und der Mittelständler von 98,6 Prozent und forderte, der Staat solle über Forschungsförderung hinaus öffentliche Ressourcen und Einrichtungen nutzen, um selbst Nachfrage zu schaffen.
Laut MEKAWIRE-Unternehmensporträt hält Samsung Electronics seit Dezember 2024 35 Prozent an Rainbow Robotics; mobile Humanoide wie der RB-Y1 brachten im ersten Halbjahr 2026 40,5 Prozent des Umsatzes von 21,38 Milliarden Won.
Die Debatte erinnert an Deutschlands Streit, ob Fabrikdaten des Mittelstands über gemeinsame Datenräume geteilt werden sollen.