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Skild AI trainiert Humanoiden mit 140 simulierten Jahren Self-Play auf Basis von S1 zum Fußballspielen

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ForschungSkild AI

Skild AI teilte am 23. September mit, sein Robotik-Foundation-Model S1 per Self-Play nachtrainiert zu haben: Eine Policy mit dem einzigen Ziel, Tore zu schießen, lernte in NVIDIA Isaac Sim gegen ihre jüngsten Versionen über mehr als 140 simulierte Jahre Gehen, Aufstehen, Dribbeln, Ballabschirmen und Tackling und wurde auf einen realen Humanoiden übertragen.

Erfolgsquoten, Robotermodell und Rechenaufwand nannte das Unternehmen nicht.

Skild AI berichtete am 23. September in einem Forschungsbeitrag, eine Roboter-Policy per Self-Play nachtrainiert zu haben, dem Verfahren hinter DeepMinds AlphaGo Zero, und sie aus der Simulation auf einen realen Humanoiden übertragen zu haben, der anschließend Fußball spielte. Einziges Ziel war das Torschießen; die Policy trat in NVIDIA Isaac Sim gegen ihre eigenen jüngeren Versionen an.

Skild argumentiert, dass Modelle wie das im August vorgestellte S1, vortrainiert auf Menschenvideos, Handschuhdaten, Simulation und Teleoperation, an menschliche Fähigkeiten gebunden seien und Self-Play diese Grenze überwinde. Quantitative Ergebnisse, das Robotermodell und den Rechenaufwand legte das Unternehmen nicht offen.

Was der Roboter lernte

Nach Skilds Darstellung konnte der Roboter in den ersten simulierten Monaten kaum gehen, lernte dann das Aufstehen nach Stürzen und schließlich Dribbling, Ballabschirmen und Tackling, ohne dass diese Verhaltensweisen eigens belohnt wurden. Nach mehr als 140 simulierten Jahren folgte der Transfer auf die Hardware.

Das Unternehmen

Nach verifizierten MEKAWIRE-Daten sammelte Skild im Juli 2024 300 Mio. US-Dollar bei 1,5 Mrd. Dollar Bewertung ein und im Januar 2026 unter Führung von SoftBank 1,4 Mrd. Dollar bei 14 Mrd. Dollar; am 10. September meldete es mehr als 100 Mio. Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz bei über 60 zahlenden Kunden.

Robotik-Foundation-Model-Firmen: letzte Finanzierungsrunden (MEKAWIRE-Daten)
  • Skild AI
    Runde
    Serie C
    Datum
    14.01.2026
    Betrag
    1,4 Mrd. $
    Post-Money
    14,0 Mrd. $
  • Skild AI
    Runde
    Serie A
    Datum
    09.07.2024
    Betrag
    300 Mio. $
    Post-Money
    1,5 Mrd. $
  • Physical Intelligence
    Runde
    Serie B
    Datum
    20.11.2025
    Betrag
    600 Mio. $
    Post-Money
    5,6 Mrd. $
  • Figure AI
    Runde
    Serie C
    Datum
    16.09.2025
    Betrag
    1,0 Mrd. $
    Post-Money
    39,0 Mrd. $
  • Field AI
    Runde
    Zwei Runden zusammen
    Datum
    20.08.2025
    Betrag
    405 Mio. $
    Post-Money
    nicht genannt

Bewertungssprung Skild = 14,0 / 1,5 = 9,3-fach in 18 Monaten; Bewertung zu ARR = 14 Mrd. / 100 Mio. = 140-fach.

Stand: 16. Okt. 2026

MEKAWIRE-Analyse

Skild setzt auf Simulationsrechenleistung statt menschlicher Datensammlung als Skalierungspfad des Roboterlernens, eine Gegenwette zu den teleoperationslastigen Strategien der meisten Wettbewerber.

Für europäische Anwender, etwa in der Automobilfertigung, wäre das relevant: Wenn Fähigkeiten in der Simulation entstehen, sinkt der Aufwand für Demonstrationen am Band, aber die Abhängigkeit von US-Rechenplattformen wie NVIDIA steigt. Gegenargument: Fußball hat eine klare Belohnung, Fabrik- und Haushaltsaufgaben nicht, und ein Spielvideo belegt keine Generalisierung. Bull Case: belastbare Zahlen für eine Industrieaufgabe binnen eines Jahres. Bear Case: Es bleibt bei der Sportdemo.

Was zu beobachten ist

Skilds angekündigte Ergebnisse zu Multi-Agenten-Verhalten, Kennzahlen oder ein Paper zur Fußball-Policy und Kundeneinsätze mit per Self-Play gelernten Fähigkeiten.

Gute oder schlechte Nachricht für das Unternehmen?

 

Eckdaten
Mitteilung
Skild-AI-Forschungsbeitrag 'Physical Self-Play', 23.09.2026
Methode
Nachtraining von S1 per Self-Play in NVIDIA Isaac Sim
Ziel
Einzige Belohnung: Tor schießen
Umfang
Mehr als 140 simulierte Jahre
Transfer
Realer Humanoid (Modell nicht genannt)
Nicht veröffentlicht
Erfolgsquoten, Rechenaufwand, Robotermodell
Quellen
MEKAWIRE Intelligence
  1. 01

    Warum das wichtig ist

    Die meisten Anbieter skalieren über menschliche Demonstrationen, langsam und teuer. Skild behauptet, künftige Fortschritte kämen aus Simulationsrechenleistung per Self-Play. Stimmt das, verschiebt sich die Kostenstruktur von Teleoperatoren zu GPUs.

  2. 02

    Wettbewerbsanalyse

    Physical Intelligence und Figure setzen auf reale und teleoperierte Daten. Übernehmen Wettbewerber Self-Play als Nachtrainingsstufe, schwindet Skilds Differenzierung.

  3. 03

    Bewertungskontext

    Rund 140-faches Verhältnis von Januar-Bewertung zu September-ARR, weit über etablierten Automatisierern; 9,3-facher Bewertungssprung in 18 Monaten.

  4. 04

    Folgen für die Lieferkette

    Self-Play im großen Maßstab hängt an GPUs und NVIDIA Isaac Sim; der Einsatz an Hardwarepartnern.

  5. 05

    Worauf jetzt zu achten ist

    1) Multi-Agenten-Ergebnisse. 2) Kennzahlen oder Paper. 3) Kundeneinsätze.

  6. 06

    Analystensicht

    These: Skild wettet auf Simulationsrechenleistung statt menschlicher Daten. Zuversicht gering bis mittel, da Zahlen fehlen.

  7. 07

    Offene Fragen

    Welche Sieg- und Sturzquote erreichte die Policy auf Hardware? Wie viele GPU-Stunden kosteten 140 simulierte Jahre? Welcher Humanoid?