BMW und Embotech: eine Million fahrerlose Fahrzeugbewegungen im Werk, 3.500 pro Tag
Embotech und die BMW Group teilten am 27. Oktober mit, dass das Automatisierte Fahren im Werk eine Million Neufahrzeuge fahrerlos durch vier Werke in Deutschland und Großbritannien bewegt hat. Derzeit sind es rund 3.500 Bewegungen am Tag bei über 99,5 Prozent Verfügbarkeit; für die zweite halbe Million brauchte das System sieben Monate, für die erste 15.
BMW-Vorstand Raymond Wittmann sagte, die Technik werde nun weltweit ausgerollt.
In vier BMW-Werken fahren frisch gebaute Autos rund 3.500 Mal am Tag ohne Fahrer zwischen Montage, Prüfung und Abstellfläche. Embotech, der Zürcher Softwarelieferant des Systems, teilte am 27. Oktober mit, dass das Automatisierte Fahren im Werk der BMW Group die Marke von einer Million Fahrzeugbewegungen überschritten hat, rund um die Uhr und mit mehr als 99,5 Prozent Verfügbarkeit.
Was die Million zählt
Gezählt werden Neufahrzeuge, die innerhalb des Werkszauns selbst fahren: mit der fahrzeugeigenen Drive-by-Wire-Technik, Embotechs Software für Wahrnehmung, Prädiktion und Planung. Eine separate, deterministische Sicherheitsarchitektur, zertifiziert vom TÜV SÜD, setzt für jede Fahrt die Grenzen. Das Projekt begann 2022 als Pilot in Dingolfing und läuft heute in Dingolfing, Leipzig, Regensburg und im MINI Werk Oxford.
- Erste halbe Million
- 500.000
- 15
- rund 33.000
- Zweite halbe Million
- 500.000
- 7
- rund 71.000
- Aktuelles Tempo (3.500 pro Tag x 30)
- entfällt
- entfällt
- rund 105.000
Bewegungen und Monate laut Embotech-Mitteilung vom 27. Oktober 2026; Monatswerte sind MEKAWIRE-Rechnung (Bewegungen geteilt durch Monate bzw. Tageswert mal 30), keine Unternehmensangaben.
Stand: 28. Okt. 2026
Entscheidend ist das Tempo. Laut Embotech dauerte die erste halbe Million 15 Monate, die zweite sieben, also rund 33.000 und 71.000 Bewegungen im Monat. Bei heute 3.500 am Tag kommen etwa 105.000 im Monat hinzu; die nächste Million wäre damit ohne neues Werk in unter zehn Monaten erreicht (MEKAWIRE-Rechnung).
Warum es zählt
Robotik im Autowerk heißt meist fest installierte Roboterarme und FTS auf markierten Wegen. Hier ist das Produkt selbst der Roboter, und der Nutzen liegt bei Personal und Fläche: keine Fahrerschicht für fertige Autos, weniger Transportschäden, dichteres Parken. BMW-Vorstandsmitglied Raymond Wittmann sagte, die BMW Group rolle die Technik nun weltweit aus und setze damit die BMW iFACTORY in die Praxis um. Für Mercedes-Benz, Volkswagen und ihre Logistikdienstleister liegt die Hürde weniger in der Idee als im Sicherheitsnachweis: Jeder neue Standort braucht eine vom TÜV abgenommene Grenze.
Die Absichtserklärung der Bundesregierung mit NVIDIA zu Physical AI, über die wir am 20. Oktober berichteten, behandelt Werksautonomie als Politik; diese Mitteilung gehört zu den wenigen mit einer echten Produktionszahl.
- 1.000.000 automatisierte Fahrzeugbewegungen, gemeldet am 27. Oktober 2026
- Rund 3.500 Bewegungen pro Tag, rund um die Uhr
- Über 99,5 Prozent
- Dingolfing, Leipzig, Regensburg und MINI Werk Oxford
- Erste halbe Million in 15 Monaten, zweite in 7 Monaten
- Deterministische Sicherheitsarchitektur, zertifiziert vom TÜV SÜD
- BMW rollt die Technik weltweit aus
