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Geek+ schreibt 2025 bereinigt schwarze Zahlen, USA überholen China als größter Markt

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Geek+ schreibt 2025 bereinigt schwarze Zahlen, USA überholen China als größter Markt (Illustration: MEKAWIRE)

Der in Hongkong notierte Lagerroboterhersteller Geek+ hat 2025 einen Umsatz von 3,17 Milliarden Yuan erzielt, 31,6 Prozent mehr als im Vorjahr, und erstmals einen bereinigten Jahresgewinn von 43,8 Millionen Yuan ausgewiesen.

Der Verlust nach IFRS schrumpfte auf 10,4 Millionen Yuan. Die USA sind nun der größte Einzelmarkt, Europa wuchs um 81 Prozent.

Der Pekinger Lagerroboterhersteller Beijing Geekplus Technology, der unter dem Namen Geek+ auftritt, hat am 30. März 2026 sein erstes volles Geschäftsjahr mit positivem bereinigtem Ergebnis gemeldet. Aus der bei der Hongkonger Börse veröffentlichten Jahresmitteilung geht zudem hervor, dass die Vereinigten Staaten Festlandchina als größte einzelne Umsatzquelle abgelöst haben.

Der Umsatz stieg 2025 nach Unternehmensangaben um 31,6 Prozent auf 3.171,0 Millionen Yuan, nach 2.409,0 Millionen Yuan im Vorjahr. Der Bruttogewinn erreichte 1.125,0 Millionen Yuan, die Bruttomarge verbesserte sich von 34,8 auf 35,5 Prozent. Der Jahresverlust nach IFRS verringerte sich von 831,5 Millionen auf 10,4 Millionen Yuan. Das bereinigte Nettoergebnis, eine Kennzahl außerhalb der IFRS, drehte von minus 92,2 Millionen auf plus 43,8 Millionen Yuan. Der operative Cashflow wurde mit 85,7 Millionen Yuan positiv, der Auftragseingang wuchs um 31,7 Prozent auf 4.137 Millionen Yuan.

Die Lücke zwischen beiden Ergebnisgrößen erklärt sich aus drei Bereinigungen. 2025 rechnete das Unternehmen aktienbasierte Vergütungen von 42,1 Millionen Yuan und Börsengangskosten von 33,3 Millionen Yuan heraus und zog einen Ertrag von 21,2 Millionen Yuan ab, der aus Rückkaufverpflichtungen gegenüber Vorbörseninvestoren mit Sonderrechten stammt. Derselbe Posten hatte 2024 als Aufwand von 685,8 Millionen Yuan den Großteil des damaligen Verlusts verursacht.

Am aufschlussreichsten ist die regionale Aufteilung. Der US-Umsatz stieg um 33,4 Prozent auf 839,2 Millionen Yuan und lag damit vor Festlandchina mit 783,9 Millionen Yuan und einem Plus von 16,7 Prozent. Europa wuchs mit 81,0 Prozent am schnellsten auf 782,0 Millionen Yuan, der asiatisch-pazifische Raum um 13,3 Prozent auf 765,9 Millionen Yuan. Märkte außerhalb des chinesischen Festlands lieferten laut Geek+ 75,3 Prozent des Umsatzes bei einer Bruttomarge von 46,6 Prozent und knapp 80 Prozent der Neuaufträge. Die Bestellungen aus Amerika legten um mehr als 50 Prozent zu.

Geek+ Umsatz nach Regionen
  • USA
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    839,2
    Umsatz 2024 (Mio. Yuan)
    629,1
    Veränderung (%)
    33,4
    Anteil am Umsatz 2025 (%)
    26,5
  • Festlandchina
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    783,9
    Umsatz 2024 (Mio. Yuan)
    671,5
    Veränderung (%)
    16,7
    Anteil am Umsatz 2025 (%)
    24,7
  • Europa
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    782
    Umsatz 2024 (Mio. Yuan)
    432,1
    Veränderung (%)
    81
    Anteil am Umsatz 2025 (%)
    24,7
  • Asien-Pazifik
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    765,9
    Umsatz 2024 (Mio. Yuan)
    676,3
    Veränderung (%)
    13,3
    Anteil am Umsatz 2025 (%)
    24,2
  • Gesamt
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    3171
    Umsatz 2024 (Mio. Yuan)
    2409
    Veränderung (%)
    31,6
    Anteil am Umsatz 2025 (%)
    100

Aus der Geek+ Jahresergebnismitteilung 2025. Veränderung = 2025 / 2024 minus 1. Anteil = Regionalumsatz / Gesamtumsatz. Rundungsdifferenzen möglich. Veröffentlichte Zahlen.

Stand: 1. Okt. 2026

Auf die Lagerlogistik entfielen 3.020,7 Millionen Yuan oder 95,3 Prozent des Umsatzes, der industrielle Materialtransport sank von 226,1 auf 147,9 Millionen Yuan. Geek+ zählt nach eigenen Angaben rund 950 Endkunden, darunter mehr als 80 Unternehmen aus der Fortune Global 500, bei einer Wiederkaufquote großer Kunden von etwa 78 Prozent. Ausgeliefert wurden insgesamt mehr als 72.000 Roboter in über 40 Länder und Regionen. Aufträge für das Abonnementmodell wuchsen um mehr als 90 Prozent. Neu im Programm sind der Behälter-zur-Person-Roboter RS Air, die Regal-zur-Person-Station PopPick Lite und ein ultraflacher Palettenroboter, der laut Hersteller die Effizienz um 30 Prozent steigert.

Auf dieser Logistikbasis baut Geek+ seine Strategie für verkörperte KI auf. Im Juli 2025 gründete das Unternehmen die Tochter Beijing Geekplus Embodied Intelligence, im August folgte das Lager-Grundmodell Geek+ Brain, im Oktober eine armgestützte, mannlose Kommissionierstation. Für 2026 plant Geek+, den humanoiden Radroboter Gino1 weiterzuentwickeln, in Serie zu fertigen und kommerziell einzusetzen. Die Forschungsausgaben stiegen von 282,0 auf 335,1 Millionen Yuan, 434 der 1.054 Beschäftigten arbeiten in Forschung und Entwicklung.

Gegründet wurde Geek+ 2015 von Vorstandschef Zheng Yong. Der Börsengang der H-Aktien am 9. Juli 2025 brachte netto 2.813,8 Millionen Hongkong-Dollar, von denen bis Ende 2025 erst 511,1 Millionen oder 18,2 Prozent verwendet waren. Die liquiden Mittel lagen zum Jahresende bei 2.974,8 Millionen Yuan nach 636,0 Millionen ein Jahr zuvor. Eine Schlussdividende schlägt der Vorstand nicht vor.

Unter den in Hongkong notierten chinesischen Roboterherstellern, die in derselben Woche Zahlen vorlegten, liegt Geek+ beim Umsatz zwischen dem Industrieautomatisierer Estun Automation und dem Humanoiden-Spezialisten UBTech, ist aber am stärksten internationalisiert. UBTech wuchs schneller, verlor jedoch 789,8 Millionen Yuan. Dobot schrieb bei deutlich kleinerem Umsatz 84,0 Millionen Yuan Verlust, Estun kehrte mit 41,7 Millionen Yuan Gewinn in die Gewinnzone zurück, erzielte aber nur 29,9 Prozent seines Umsatzes im Ausland. In der Lagerautomatisierung konkurriert Geek+ mit AutoStore aus Norwegen, Symbotic und Locus Robotics aus den USA, Exotec aus Frankreich sowie den chinesischen Anbietern Hai Robotics und Quicktron.

In Hongkong notierte chinesische Roboterhersteller, Geschäftsjahr 2025
  • Geek+
    HK-Kürzel
    2590
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    3171
    Umsatzwachstum (%)
    31,6
    Bruttomarge (%)
    35,5
    Jahresergebnis (Mio. Yuan)
    -10,4
    F&E-Aufwand (Mio. Yuan)
    335,1
    F&E-Quote (%)
    10,6
    Auslandsanteil am Umsatz (%)
    75,3
  • UBTech
    HK-Kürzel
    9880
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    2001
    Umsatzwachstum (%)
    53,3
    Bruttomarge (%)
    37,7
    Jahresergebnis (Mio. Yuan)
    -789,8
    F&E-Aufwand (Mio. Yuan)
    507,5
    F&E-Quote (%)
    25,4
    Auslandsanteil am Umsatz (%)
    Keine Daten
  • Dobot
    HK-Kürzel
    2432
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    492,2
    Umsatzwachstum (%)
    31,7
    Bruttomarge (%)
    46,1
    Jahresergebnis (Mio. Yuan)
    -84
    F&E-Aufwand (Mio. Yuan)
    114,7
    F&E-Quote (%)
    23,3
    Auslandsanteil am Umsatz (%)
    Keine Daten
  • Estun Automation
    HK-Kürzel
    2715
    Umsatz 2025 (Mio. Yuan)
    4888
    Umsatzwachstum (%)
    21,9
    Bruttomarge (%)
    29
    Jahresergebnis (Mio. Yuan)
    41,7
    F&E-Aufwand (Mio. Yuan)
    418,7
    F&E-Quote (%)
    8,6
    Auslandsanteil am Umsatz (%)
    29,9

Alle Werte aus den bei der HKEX eingereichten Jahresergebnismitteilungen für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr (Geek+ über die IR-Website). Umsatzwachstum = Umsatz 2025 / Umsatz 2024 minus 1. F&E-Quote = F&E-Aufwand / Umsatz. Auslandsanteil bei Geek+ = Umsatz außerhalb Festlandchinas; —, wo nicht als Einzelwert veröffentlicht. Veröffentlichte Zahlen, keine Schätzungen.

Stand: 1. Okt. 2026

Das technische Prinzip ist einfach erklärt und schwer zu skalieren. In einem Ware-zur-Person-Lager bringen mobile Roboter Regale, Behälter oder Paletten zu festen Arbeitsplätzen, die Kommissionierer laufen nicht mehr durch die Gänge. Der wirtschaftliche Wert steckt in der Leitsoftware, die Hunderte Fahrzeuge staufrei koordiniert. Geek+ Brain und die mannlose Station zielen auf den Schritt, der noch Menschen braucht, nämlich das Greifen einzelner, unterschiedlich geformter Artikel. Gino1 überträgt diesen Ansatz auf einen Roboter, der an für Menschen gebauten Arbeitsplätzen arbeiten kann.

Für Europa ist das Ergebnis ein Warnsignal und eine Chance zugleich. Ein Umsatzplus von 81 Prozent zeigt, dass Geek+ in Märkten wächst, in denen AutoStore, Exotec, Knapp, SSI Schäfer und Jungheinrich traditionell stark sind. Für mittelständische Logistiker und Händler sinkt der Einstiegspreis in die Lagerautomatisierung, wenn chinesische Anbieter mit Abonnementmodellen antreten. Zugleich dürfte die anstehende EU-Maschinenverordnung, die ab Januar 2027 gilt, den Zertifizierungsaufwand für alle Anbieter erhöhen.

Risiken bleiben. Die bereinigte Nettomarge liegt bei rund 1,4 Prozent, nach IFRS bleibt ein Verlust, und der größte Markt USA hängt an der Handelspolitik zwischen Washington und Peking. Für Gino1 nennt Geek+ weder Kunden noch Preis oder Stückzahlziel. Die nächsten Termine sind die Hauptversammlung, die nach Hongkonger Regeln bis zum 30. Juni 2026 stattfinden muss, und die Halbjahreszahlen bis spätestens 31. August 2026.

MEKAWIRE-Analyse

Geek+ zeigt, dass das ertragsstärkste Geschäft mit verkörperter KI unter Chinas börsennotierten Roboterherstellern ein Lagerlogistiker ist, der drei Viertel seines Umsatzes im Ausland macht, und an dieser Basis werden auch seine Humanoiden-Pläne gemessen.

Die Belege stehen in der Pflichtmitteilung. Die Auslandsmarge von 46,6 Prozent übertrifft den Konzerndurchschnitt von 35,5 Prozent, die USA und Europa steuerten binnen eines Jahres zusammen rund 560 Millionen Yuan zusätzlichen Umsatz bei, und der operative Cashflow war trotz 335,1 Millionen Yuan Forschungsaufwand positiv.

Das stärkste Gegenargument lautet, dass der Gewinn ein Bilanzierungsergebnis ist. Ohne den Ertrag von 21,2 Millionen Yuan aus Rückkaufverpflichtungen fiele das bereinigte Ergebnis kleiner aus, nach IFRS bleibt ein Verlust, und 2025 profitierte von einmaligen Börsengangsmitteln.

Positives Szenario: Die Abonnementaufträge wachsen weiter um mehr als 90 Prozent, Europa und Amerika halten zweistellige Zuwächse, und Geek+ Brain ermöglicht den Verkauf mannloser Kommissionierung auf der installierten Basis von mehr als 72.000 Robotern. Gino1 wäre dann ein Zusatzgeschäft mit Bestandskunden statt einer eigenständigen Wette.

Negatives Szenario: Zölle oder Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung drücken die US-Margen, das Festlandgeschäft bleibt bei 16,7 Prozent Wachstum unter Preisdruck, und Gino1 verbraucht Börsengeld ohne Kunden. Geek+ wäre dann ein profitabler Hardware-Integrator mit der Bewertung einer KI-Geschichte.

Signale:

  • Hauptversammlung bis 30. Juni 2026 und Angaben zur Verwendung der bislang nur zu 18,2 Prozent eingesetzten Börsenerlöse.
  • Halbjahreszahlen bis 31. August 2026: Bleiben die USA vor Festlandchina, und wird das IFRS-Ergebnis positiv?
  • Der erste namentlich genannte kommerzielle Einsatz von Gino1 im Laufe des Jahres 2026.

Gute oder schlechte Nachricht für das Unternehmen?

 

Eckdaten
Umsatz 2025
3.171,0 Mio. Yuan, plus 31,6 %
Bruttomarge
35,5 % (2024: 34,8 %)
IFRS-Jahresverlust
10,4 Mio. Yuan (2024: 831,5 Mio. Yuan)
Bereinigtes Nettoergebnis
43,8 Mio. Yuan (2024: minus 92,2 Mio. Yuan)
Operativer Cashflow
85,7 Mio. Yuan, positiv
Auftragseingang
4.137 Mio. Yuan, plus 31,7 %
US-Umsatz
839,2 Mio. Yuan, vor Festlandchina mit 783,9 Mio. Yuan
Umsatz Europa
782,0 Mio. Yuan, plus 81,0 %
Auslandsanteil
75,3 %, Bruttomarge 46,6 %
F&E-Aufwand
335,1 Mio. Yuan
Quellen
MEKAWIRE Intelligence
  1. 01

    Warum das wichtig ist

    Geek+ hat als börsennotiertes Unternehmen ein volles Jahr mit positivem bereinigtem Ergebnis und positivem operativem Cashflow vorgelegt und zugleich die Ausgaben für verkörperte KI erhöht. Das liefert dem chinesischen Humanoiden-Sektor ein Gegenmodell zu UBTech, deren Humanoidenumsatz rasch wächst, deren Verluste aber hoch bleiben. Geek+ finanziert Grundmodell und Humanoiden aus einer Bestandsbasis, die Geld verdient.

    Die Regionalzahlen verändern zudem das Bild chinesischer Roboterexporte. Mit 839,2 Millionen Yuan in den USA und 782,0 Millionen Yuan in Europa stammt mehr als die Hälfte des Umsatzes aus den beiden Märkten mit den größten Handelsspannungen gegenüber China. Wer chinesische Anbieter verkörperter KI auf dem Weg ins Ausland bewertet, findet in Geek+ den Referenzfall für dieses Risiko.

  2. 02

    Wettbewerbsanalyse

    An der Hongkonger Börse sind UBTech, Dobot und Estun die direktesten Vergleichswerte, alle mit Jahreszahlen vom 30. und 31. März 2026. UBTech steigerte den Umsatz um 53,3 Prozent auf 2.001,0 Millionen Yuan, verlor aber 789,8 Millionen Yuan und gab 507,5 Millionen Yuan, ein Viertel des Umsatzes, für Forschung aus. Dobot hatte mit 46,1 Prozent die höchste Bruttomarge, schrieb aber 84,0 Millionen Yuan Verlust. Estun ist mit 4.888,0 Millionen Yuan am größten und wieder profitabel, erzielt aber nur 29,9 Prozent im Ausland.

    In der Lagerautomatisierung heißen die eigentlichen Rivalen AutoStore, Symbotic, Locus Robotics, Exotec, Hai Robotics und Quicktron, in Europa außerdem Knapp, SSI Schäfer und Jungheinrich. Geek+ beansprucht 23 Prozent des weltweiten Markts für Lagerfulfillment und 48,5 Prozent im Segment Regal zur Person. Das sind Eigenangaben. Das Umsatzplus von 81,0 Prozent in Europa deutet aber darauf hin, dass Geek+ Geschäft im Heimatmarkt der europäischen Anbieter gewinnt.

  3. 03

    Bewertungskontext

    Die Mitteilung nennt keinen Börsenwert, MEKAWIRE schätzt hier keinen. Messbar ist die Bilanz. Die liquiden Mittel von 2.974,8 Millionen Yuan entsprechen fast einem Jahresumsatz, von den Börsenerlösen über 2.813,8 Millionen Hongkong-Dollar waren Ende 2025 erst 18,2 Prozent verbraucht. Gino1 und Geek+ Brain lassen sich 2026 ohne Kapitalerhöhung finanzieren.

    Das bereinigte Ergebnis von 43,8 Millionen Yuan entspricht rund 1,4 Prozent des Umsatzes. Die operative Verbesserung ist real, weil der Bruttogewinn schneller wuchs als der Umsatz. Der Großteil der Verbesserung beim IFRS-Verlust geht jedoch auf den Wegfall eines Aufwands von 685,8 Millionen Yuan aus Rückkaufverpflichtungen zurück, der nur wegen der Sonderrechte der Vorbörseninvestoren bestand.

  4. 04

    Folgen für die Lieferkette

    Geek+ arbeitet mit schlanker Fertigung. Von 1.054 Beschäftigten sind 57 in Lieferkette und Produktion tätig, 481 im Vertrieb, davon 352 im Ausland. Der Wert liegt in Software und Projektabwicklung, weniger in der Montage. 15 Prozent der Börsenerlöse sind für den Ausbau der Lieferkette vorgesehen.

    Für Zulieferer zählen Antriebseinheiten, Batterien, Lidar und Tiefenkameras für mobile Roboter und nun Roboterarme und Greifer für die mannlose Station. Geht Gino1 2026 wie geplant in Serie, wird Geek+ zum Abnehmer von Gelenkaktoren und Roboterhänden. Europäische Hersteller von Greifern und Antriebstechnik wie Schunk oder Schaeffler konkurrieren dort mit chinesischen Lieferanten, die bereits UBTech, AgiBot und Unitree beliefern.

  5. 05

    Worauf jetzt zu achten ist

    Erstens zeigen die Halbjahreszahlen bis 31. August 2026, ob die USA größter Markt bleiben und ob das IFRS-Ergebnis ohne Sondererträge positiv wird. Zweitens verrät die Umwandlung der um mehr als 90 Prozent gewachsenen Abonnementaufträge in wiederkehrende Umsätze, ob der Wechsel vom Projekt- zum Servicegeschäft gelingt.

    Drittens kommt es auf einen ersten namentlich genannten Gino1-Kunden samt Preis oder Stückzahlziel an. Viertens zeigen Hauptversammlung bis 30. Juni 2026 und Halbjahresbericht, wie schnell die Börsenerlöse in die Forschung zu verkörperter KI fließen.

  6. 06

    Analystensicht

    These: Geek+ ist zum Referenzfall eines chinesischen Roboterherstellers geworden, der verkörperte KI aus einem profitablen, internationalen Kerngeschäft finanziert. Zuversicht: mittel. Die Grundlage bilden geprüfte Umsatz-, Margen- und Cashflowdaten aus einer Pflichtmitteilung. Höher fällt die Zuversicht nicht aus, weil der bereinigte Gewinn dünn ist, nach IFRS ein Verlust bleibt und für Humanoiden und Grundmodell keine kommerziellen Kennzahlen vorliegen.

    Die entscheidende Variable sind die USA. Ein Geschäft, das 26,5 Prozent seines Umsatzes in einem Markt mit überdurchschnittlicher Marge erzielt, hängt an politischen Entscheidungen außerhalb seiner Kontrolle. Die Mitteilung nennt weder US-Margen noch lokale Montageanteile.

  7. 07

    Offene Fragen

    Welcher Teil der Auslandsmarge von 46,6 Prozent entfällt auf die USA, und wie viel des US-Umsatzes wird vor Ort montiert oder konfiguriert?

    Wie hoch ist der Abonnementanteil an den 4.137 Millionen Yuan Neuaufträgen, und über welche Laufzeiten wird er vereinnahmt?

    Was kostet die Fertigung von Gino1, wer testet ihn, und stammen Aktoren und Hände aus eigener Entwicklung oder von Zulieferern?

    Warum sank der Umsatz im industriellen Materialtransport von 226,1 auf 147,9 Millionen Yuan, und wird dieses Geschäft zurückgefahren?