Kawasaki baut Pflegeroboter Home LEO für allein lebende Senioren und peilt Marktstart im Geschäftsjahr 2028 an
Kawasaki Heavy Industries teilte am 6. Oktober in einer Pressemitteilung mit, dass ein Prototyp des sozialen Roboters Home LEO fertig ist, der älteren Menschen ein längeres Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen soll.
Nach Angaben des Konzerns erkennt der Roboter mit Physical AI Personen und Umgebung und handelt selbstständig. Er führt Gespräche und lernt Gewohnheiten und Vorlieben kennen, achtet auf Stürze, Veränderungen des Gesundheitszustands, unbeaufsichtigte Brandgefahren und Besucher, hilft beim Bewegen in der Wohnung und beim Suchen und Reichen von Gegenständen.
Mit Zustimmung der Nutzer teilt er Pflegedaten mit Kliniken und Pflegeeinrichtungen; einige Funktionen sollen erst in der weiteren Entwicklung folgen. Der Prototyp misst 640 mal 390 Millimeter bei 675 Millimetern Höhe, aufgerichtet 830 Millimeter.
Kawasaki plant Feldversuche mit Gesundheits- und Industrieministerium, Kommunen, Pflegeanbietern und KI-Firmen und will Home LEO im Geschäftsjahr 2028 auf den Markt bringen. Der Roboter ergänzt das Medizinportfolio aus Operationsroboter hinotori, Lieferroboter FORRO und Halbhumanoid Nyokkey.
Für Deutschland, wo der Pflegekräftemangel ähnlich drückt, zeigt das Projekt, dass japanische Industriekonzerne Pflegerobotik mit festem Zeitplan in den Haushalt bringen wollen, während hiesige Ansätze meist in geförderten Pilotprojekten verharren.