Honda zeigt KI-gestützte Avatar-Roboterhand auf der CEATEC
Honda hat auf der CEATEC 2026 vom 13. bis 16. Oktober den Honda Avatar Robot gezeigt: Ein Bediener steuert eine mehrfingrige Hand aus der Ferne, KI regelt Griff und Kraft, vorgeführt an Schrauben eines Motorgehäuses. Erster Einsatz laut Robostart sind Störungen in Fabriken; Zeitplan und Preis nannte Honda nicht.
Honda hat auf der CEATEC 2026 in Chiba vom 13. bis 16. Oktober den Honda Avatar Robot vorgeführt: Ein Bediener steuert aus der Ferne eine mehrfingrige Roboterhand, während ein KI-Assistenzsystem Griffkraft und Bewegung nachregelt. Honda R&D hatte den Auftritt am 5. Oktober per Mitteilung angekündigt und das Ziel als zweites Ich des Nutzers beschrieben, das anspruchsvolle Arbeiten erledigt, ohne dass der Mensch vor Ort ist. Wir berichten sechs Tage nach Messeende.
Laut Mitteilung soll die Hand in Geschicklichkeit und Kraft an eine menschliche heranreichen und für Menschen gemachte Werkzeuge nutzen. Als Felder nennt Honda Medizin, Instandhaltung, Katastrophenhilfe und Raumfahrt. Zeitplan, Preis oder Kunden fehlen.
Was gezeigt wurde und was Honda der Presse sagte
Nach Angaben des japanischen Robotikportals Robostart zog der Roboter am Stand ferngesteuert Schrauben an einem Motorgehäuse an. Ein Honda-Vertreter sagte dem Portal, die Arbeit am Avatar habe etwa zu der Zeit begonnen, als Honda das Ende der ASIMO-Entwicklung beschloss, und laufe seit rund fünf bis sechs Jahren. Die KI gleiche aus, was ein Fernbediener nicht spürt: Abstand zum Objekt und nötige Haltekraft. Ziel sei ein einfaches Bediengerät statt sperriger Force-Feedback-Aufbauten und stabile Arbeit trotz Netzverzögerung. Zuerst prüfe Honda den Einsatz bei unerwarteten Anlagenstörungen in Fabriken und erwäge, die Hand allein in Fertigungslinien einzusetzen, so Robostart. Diese Angaben stehen nicht in Hondas eigener Mitteilung.
- KI-gestützter Avatar
- Honda Avatar Robot (CEATEC, 13. bis 16. Okt.)
- Mensch aus der Ferne, KI regelt Griff und Kraft
- Störungen in der Fabrik (berichtet)
- Gelernte Humanoid-Policy
- Kawasaki Kaleido 9 mit Matsuo Institute
- Per Reinforcement Learning trainierter Regler
- Hebeaufgaben in der Forschung
- Ferngesteuerter Ladenroboter
- Telexistence
- Fernbediener plus Automatisierung
- Regalbefüllung im Convenience Store
Zusammengestellt aus Hondas Mitteilung vom 5. Oktober, früheren MEKAWIRE-Meldungen und Firmenprofilen, Stand 19. Oktober 2026.
Stand: 19. Okt. 2026
MEKAWIRE-Analyse
Honda setzt darauf, dass die Hand und das Urteil das Schwierige an humanoider Arbeit sind, und lässt das Urteil beim Menschen und die Hand bei der KI.
Das ist eine andere Wette als bei Kawasaki, dessen Kaleido 9 mit dem Matsuo Institute per Reinforcement Learning trainiert wird ([frühere Meldung](/news/matsuo-institute-kawasaki-kaleido9-humanoid-rl-policy-lifts-22-7kg-six-weeks-20261019)), und als bei den Humanoid-Prototypen derselben CEATEC-Woche ([frühere Meldung](/news/highlanders-humanoid-n-production-prototype-ceatec-2026-20261013)). Für europäische Anlagenbauer und Automobilwerke mit knappen Servicetechnikern ist ein Avatar, mit dem ein Spezialist mehrere Standorte betreut, ein naheliegender Anwendungsfall. Dagegen spricht die Ökonomie: Muss ein Fachmann jede Aufgabe selbst steuern, spart der Roboter Reisezeit, nicht Arbeit. Zu beobachten sind ein benannter Pilot in einem Honda-Werk, ein eigenständiges Handprodukt und veröffentlichte Latenzwerte für die Fernsteuerung.
- CEATEC 2026, Makuhari Messe, 13. bis 16. Oktober 2026
- Mitteilung von Honda R&D, 5. Oktober 2026
- Mehrfingrige Hand plus KI-Assistenz für Fernsteuerung
- Schrauben an einem Motorgehäuse anziehen (Robostart)
- Rund 5 bis 6 Jahre, Start etwa zum ASIMO-Ende (Honda zu Robostart)
- Medizin, Instandhaltung, Katastrophenhilfe, Raumfahrt
- Anlagenstörungen in Fabriken (berichtet)
- Zeitplan, Preis, Kunden