Meta soll mit Chinas Fourier in drei Monaten Humanoiden Max gebaut haben
Meta hat laut The Information vom 31. Oktober mit dem Shanghaier Hersteller Fourier in rund drei Monaten den etwa 106 Pfund schweren humanoiden Prototyp Max gebaut und im September eine zweite Version begonnen.
Meta sprach gegenüber dem Medium von interner Forschung ohne Verkaufspläne. Beide Unternehmen haben den Roboter nicht gezeigt, MEKAWIRE kennt den Bericht aus Zusammenfassungen, die Details bleiben unbestätigt.
Der US-Konzern, der KI-Agenten in die Haushalte bringen will, hat sich den Roboterkörper offenbar in Shanghai geholt. Meta hat laut einem Bericht von The Information vom 31. Oktober, der sich auf mit dem Projekt vertraute Personen stützt, gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Fourier in rund drei Monaten den humanoiden Prototyp Max gebaut und im September eine zweite Version begonnen. Reuters griff den Bericht auf und konnte ihn nach Angaben mehrerer Zusammenfassungen zunächst nicht überprüfen.
Der Originalartikel steht hinter einer Bezahlschranke. MEKAWIRE kennt die Details aus der Zusammenfassung von Investing.com, alle folgenden Daten sind daher Medienangaben und unbestätigt. Metas Newsroom enthielt am 1. November keinen Beitrag zu Max, auf der Website von Fourier fand sich keine Stellungnahme, und eine SEC-Volltextsuche ergab keinen passenden Treffer.
Was über Max berichtet wird
Max wiegt dem Bericht zufolge etwa 106 Pfund und misst rund 1,5 Meter. Der Roboter soll mit dem Rechner Jetson Thor von NVIDIA laufen und ein Display für Gesichtsausdrücke, Lautsprecher und fünffingrige Hände für kleine Gegenstände haben. Metas Vizepräsidentin für Robotikprodukte, Li-Chen Miller, soll fast zwei Monate im Fourier-Werk in Shanghai verbracht haben. Ende August wurde Max einem Teil der Belegschaft auf einem internen Robotiktreffen gezeigt.
Max 2, im September begonnen, soll einen neuen Rumpf, bessere Hände, einen Projektor und zusätzliche Sensoren für Treppen erhalten. Meta teilte The Information mit, es gehe um interne Forschung und Experimente, ein Verkauf sei nicht geplant. Der Bericht beschreibt Humanoide als mögliche physische Erweiterung des Muse-Agenten. Die Muse-Wonder-Modelle stellte Meta am 28. Oktober vor.
Max passt nicht zum Fourier-Katalog
MEKAWIRE hat die berichteten Werte mit unserer Roboterdatenbank verglichen. Mit etwa 48 Kilogramm wäre Max rund 32 Prozent leichter als Fouriers GR-3 und rund 60 Prozent schwerer als der Haushaltsroboter NEO von 1X.
- Max
- Meta mit Fourier
- rund 1,5 m
- rund 48 kg (106 lb)
- Medienbericht
- GR-3
- Fourier
- 1,65 m
- 71 kg
- Produktseite
- NEO
- 1X Technologies
- 1,68 m
- 30 kg
- Herstellerangabe
106 lb umgerechnet mit 0,4536 kg je lb. Differenzen sind MEKAWIRE-Berechnungen auf Basis von 71 kg und 29,94 kg aus unserer Roboterdatenbank.
Stand: 1. Nov. 2026
MEKAWIRE-Analyse
Stimmt der Bericht, hat Meta in Shanghai Tempo eingekauft, und heikel ist nicht die Technik, sondern das amerikanische Regelwerk.
Die Gewichtsdifferenz spricht dagegen, dass Max nur ein umetikettierter GR-3 ist, wie viel neu konstruiert wurde, sagt der Bericht aber nicht. Endeten die drei Monate mit dem Treffen Ende August, begann die Arbeit etwa Ende Mai, also in dem Monat, in dem Meta laut demselben Bericht das Robotik-KI-Start-up Assured Robot Intelligence übernahm. Dieser Zeitpunkt ist unsere Schlussfolgerung, keine berichtete Tatsache.
Zugleich fiel die Arbeit in die Phase, in der Washington ausländische Roboter ins Visier nahm. Seit dem 28. Juli erhält ein neues im Ausland produziertes fortgeschrittenes Robotikgerät keine FCC-Zulassung mehr, die für Import, Marketing und Verkauf in den USA nötig ist, wie unser FCC-Erklärstück zeigt. Am 28. Oktober stufte das Weiße Haus Roboterimporte als Sicherheitsrisiko ein, seither läuft eine 180-Tage-Frist nach Section 232. Ohne Verkauf bleibt Max außerhalb des Vertriebswegs, auf den diese Regeln zielen. Wo die Prototypen stehen und ob einer in die USA gelangte, geht aus den Zusammenfassungen nicht hervor.
Für europäische Zulieferer ist das eine Mahnung: Bei Entwicklungszeit setzt Shanghai die Maßstäbe, und US-Kunden wägen sie künftig gegen das regulatorische Risiko ab. Dort liegt eine mögliche Lücke für Antriebs- und Sensorhersteller aus Deutschland.
Dagegen spricht, dass ein Forschungsprototyp wenig beweist und Konzerne oft Hardware beauftragen, die nie auf den Markt kommt. Unsere Einschätzung würde sich mit einer Lieferantenangabe von Meta, einem FCC-Antrag oder einem außerhalb Chinas gebauten Max 2 ändern.
Offen bleibt, wo Max 2 entsteht.
- The Information, 31. Oktober, mit dem Projekt vertraute Personen
- Max, rund 106 Pfund und 1,5 Meter
- Rund drei Monate mit Fourier
- NVIDIA Jetson Thor, laut Bericht
- Max 2, seit September
- Interne Forschung, kein Verkauf geplant
- Unbestätigt, am 1. November keine Veröffentlichung beider Firmen