Softbank kauft ABBs Robotiksparte für 5,375 Milliarden Dollar, ABB beerdigt den geplanten Börsengang

Softbank Group übernimmt die Robotiksparte von ABB zu einem Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar, wie beide Konzerne am 8. Oktober 2025 mitteilten. Die für 2026 geplante Abspaltung mit eigener Börsennotierung entfällt.
Die Sparte setzte 2024 rund 2,279 Milliarden Dollar um und beschäftigt etwa 7000 Menschen; nötig sind Freigaben in der EU, China und den USA, der Abschluss wird für Mitte bis Ende 2026 erwartet.
Die japanische Softbank Group übernimmt die Robotiksparte des Schweizer Technologiekonzerns ABB zu einem Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar. Das teilten ABB und Softbank am 8. Oktober 2025 in getrennten Erklärungen mit. Damit ist der Plan vom Tisch, das Robotikgeschäft eigenständig an die Börse zu bringen, und einer der traditionsreichen Anbieter von Industrierobotern wechselt zu einem Finanz- und Technologieinvestor. Softbank beziffert den Preis bei einem Kurs von 152,31 Yen je Dollar auf rund 818,7 Milliarden Yen.
Nach ungeprüften Pro-forma-Zahlen, die Softbank veröffentlichte, erzielte ABB Robotics 2024 einen Umsatz von 2,279 Milliarden Dollar nach 2,452 Milliarden Dollar im Vorjahr. Das EBITDA lag bei 313 Millionen Dollar, das operative EBITA bei 277 Millionen Dollar. ABB zufolge stand die Sparte 2024 für rund 7 Prozent des Konzernumsatzes und erreichte eine operative EBITA-Marge von 12,1 Prozent. Nach Berechnung von MEKAWIRE zahlt Softbank damit etwa das 17,2-Fache des EBITDA von 2024 und das 2,4-Fache des Umsatzes. Die Sparte beschäftigt rund 7000 Mitarbeitende.
ABB wird das Robotikgeschäft in eine neu gegründete Holding mit Sitz in Zürich ausgliedern, deren Aktien eine Softbank-Tochter vollständig übernimmt. Geführt wird die Holding von Marc Segura, dem bisherigen Präsidenten der Division. Der Kaufpreis unterliegt den üblichen Anpassungen für Nettoumlaufvermögen und Nettoverschuldung zum Abschluss. Der Softbank-Verwaltungsrat stimmte nach Unternehmensangaben am 22. September 2025 japanischer Zeit zu. Erforderlich sind Genehmigungen in der Europäischen Union, in China und in den Vereinigten Staaten; den Vollzug erwarten beide Seiten Mitte bis Ende 2026.
Für ABB ersetzt der Verkauf die am 17. April 2025 angekündigte Abspaltung. Damals wollte der Konzern die Robotik im zweiten Quartal 2026 separat an die Börse bringen und die Aktien als Sachdividende an die eigenen Aktionäre ausschütten. Vorstandschef Morten Wierod hatte dies mit begrenzten geschäftlichen und technologischen Synergien zwischen der Robotik und den übrigen ABB-Divisionen begründet. Nun rechnet ABB mit Barmitteln von rund 5,3 Milliarden Dollar nach Transaktionskosten und einem nicht operativen Buchgewinn vor Steuern von etwa 2,4 Milliarden Dollar. Die Trennungskosten veranschlagt der Konzern auf rund 200 Millionen Dollar, wovon 100 Millionen bereits in der Prognose für 2025 enthalten sind, die transaktionsbedingten Steuerzahlungen auf 400 bis 500 Millionen Dollar. Ab dem vierten Quartal 2025 weist ABB die Robotik als aufgegebenen Geschäftsbereich aus, die Division Machine Automation wandert in den Geschäftsbereich Process Automation, und ABB arbeitet künftig mit drei Geschäftsbereichen.
Softbank ordnet den Kauf in seine Strategie für eine künstliche Superintelligenz ein, die der Konzern über vier Investitionsfelder verfolgt, nämlich KI-Chips, KI-Roboter, KI-Rechenzentren und Energie. Konzernchef Masayoshi Son nannte physische KI die nächste Grenze für Softbank; die Verbindung solle Superintelligenz und Robotik verschmelzen. Softbank will die Marke, Zuverlässigkeit, Vertriebswege und Kundenbeziehungen von ABB Robotics mit eigener KI-Technik kombinieren und nennt als Partner im eigenen Portfolio Softbank Robotics Group, Berkshire Grey, AutoStore, Agile Robots und Skild AI. Wierod bezeichnete Softbank als hervorragendes neues Zuhause für das Geschäft und die Beschäftigten.
Der Deal kehrt die Richtung von Softbanks letztem großen Robotikgeschäft um. In einer am 11. Dezember 2020 angekündigten Transaktion übernahm Hyundai Motor Group rund 80 Prozent an Boston Dynamics bei einer Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar, Softbank behielt etwa 20 Prozent. Boston Dynamics war ein forschungsgetriebener Hersteller laufender Roboter. ABB Robotics dagegen ist ein etablierter Industrielieferant mit weltweitem Servicenetz, dessen Ergebnis allerdings schwankt. Das EBITDA lag 2022 bei 221 Millionen, 2023 bei 385 Millionen und 2024 bei 313 Millionen Dollar.
- ABB Robotics
- Softbank Group
- 2025-10-08
- 5375
- 100
- 5375
- 2279
- 2,4
- Universal Robots
- Teradyne
- 2015-05-13
- 285
- 100
- 285
- 38
- 7,5
- Fetch Robotics
- Zebra Technologies
- 2021-07-01
- 290
- 95
- 305
- 10
- 30,5
- Boston Dynamics
- Hyundai Motor Group
- 2020-12-11
- Keine Daten
- 80
- 1100
- Keine Daten
- Keine Daten
Implizierter Wert = Preis / erworbener Anteil. ABB Robotics: Unternehmenswert und Pro-forma-Umsatz 2024. Universal Robots: Preis abzüglich Barmitteln ohne bis zu 65 Mio. US$ Earn-out, Umsatz 2014 laut Angabe über 38 Mio. US$. Fetch: annualisierter Umsatz bei Ankündigung. Boston Dynamics: Preis nicht offengelegt, 1,1 Mrd. US$ Bewertung laut Softbank. Zahlen laut Unternehmensangaben, Quoten berechnet von MEKAWIRE.
Stand: 8. Okt. 2025
Frühere Übernahmen von Roboterherstellern spielten in einer anderen Größenordnung. Teradyne vereinbarte im Mai 2015 den Kauf von Universal Robots für 285 Millionen Dollar abzüglich Barmitteln plus bis zu 65 Millionen Dollar erfolgsabhängig; der dänische Cobot-Hersteller hatte 2014 mehr als 38 Millionen Dollar umgesetzt. Zebra Technologies zahlte 2021 290 Millionen Dollar für die 95 Prozent an Fetch Robotics, die es noch nicht besaß, bei einem annualisierten Umsatz von rund 10 Millionen Dollar. Gemessen am Umsatz ist ABB Robotics mit dem 2,4-Fachen das günstigste Ziel, verglichen mit etwa dem 7,5-Fachen bei Universal Robots und rund dem 30-Fachen bei Fetch. Darin spiegelt sich der Unterschied zwischen dem Kauf eines reifen, zyklischen Geschäfts und dem Kauf von Wachstum.
Der Markt wird von wenigen etablierten Anbietern geprägt, darunter Fanuc, Yaskawa Electric und Kawasaki Heavy Industries aus Japan, Kuka aus Augsburg, das dem chinesischen Hausgerätekonzern Midea gehört, und Universal Robots unter dem Dach von Teradyne; hinzu kommen schnell wachsende chinesische Hersteller wie Estun Automation. Nach dem Bericht World Robotics 2025 der International Federation of Robotics wurden 2024 weltweit 542.000 Industrieroboter installiert, davon 295.000 in China, wo heimische Anbieter 57 Prozent des Marktes hielten. Deutschland blieb mit 26.982 Einheiten größter Markt Europas, hinter Japan mit 44.500, den USA mit 34.200 und Südkorea mit 30.600. Für 2025 erwartet die IFR ein Plus von 6 Prozent auf rund 575.000 Einheiten.
Für die deutsche Industrie ist der Vorgang doppelt relevant. Nach dem Abschluss gehören mit ABB Robotics und Kuka zwei der großen europäisch verwurzelten Roboterhersteller Eigentümern aus Asien. Autohersteller und Zulieferer, die Robotik als Schlüsseltechnik sehen, müssen ihre Lieferantenstrategie neu bewerten, und für den Mittelstand stellt sich die Frage, ob KI-gestützte Anwendungen über das ABB-Vertriebsnetz schneller in kleine Serien und wechselnde Teile kommen.
Technisch ist die Wette leicht zu beschreiben und schwer umzusetzen. Die meisten Industrieroboter wiederholen heute Bewegungen, die Systemintegratoren vorab programmieren. In der Autofertigung und der Elektronikmontage funktioniert das, bei variablen Teilen und kleinen Losgrößen stößt es an Grenzen. Softbank setzt darauf, dass universelle Robotermodelle, wie Skild AI sie entwickelt, denselben Armen Wahrnehmung und Anpassungsfähigkeit geben, und dass Steuerungen, Sicherheitszertifizierungen und installierte Basis von ABB diesen Programmen einen Weg zu zahlenden Kunden öffnen, den Start-ups nicht haben.
Die Risiken sind greifbar. Softbank legte die Finanzierung nicht offen und will die Auswirkungen auf das Konzernergebnis erst nennen, wenn sie feststehen. Nötig ist auch die Zustimmung Chinas, des größten Robotermarkts, in dem heimische Anbieter Anteile gewinnen. Der Umsatz von ABB Robotics sank 2024 um rund 7 Prozent, und bis zum Vollzug vergeht fast ein Jahr, in dem Wettbewerber um Kunden werben können. Zudem ist Softbank als Investor erfahrener denn als Betreiber von Industrieunternehmen.
Als Nächstes stehen der erste ABB-Bericht mit der Robotik als aufgegebenem Geschäftsbereich für das vierte Quartal 2025, die Fusionskontrollverfahren in EU, China und USA sowie der für Mitte bis Ende 2026 erwartete Vollzug an. Softbank hat noch nicht mitgeteilt, welche Tochter ABB Robotics halten soll und wie die Sparte mit Skild AI, AutoStore und weiteren Beteiligungen verzahnt wird.
MEKAWIRE-Analyse
Softbank zahlt einen Industriemultiplikator für Vertriebswege und eine installierte Basis, die seinen Robotik-KI-Wetten fehlen, während ABB die ungewisse Chance eines Börsengangs gegen 5,3 Milliarden Dollar in bar tauscht.
Die Zahlen stützen diese These. Mit dem 17,2-Fachen des EBITDA von 2024 und dem 2,4-Fachen des Umsatzes bewertet Softbank die Sparte wie einen etablierten Maschinenbauer. Dafür erhält der Konzern rund 7000 Beschäftigte, in Fabriken zertifizierte Steuerungs- und Sicherheitstechnik und Kundenbeziehungen, für die ein Modellentwickler wie Skild AI Jahre bräuchte. ABB verbucht auf ein Nettovermögen, das Softbank mit 770 Millionen Dollar angibt, einen Buchgewinn vor Steuern von rund 2,4 Milliarden Dollar und erspart sich das Ausführungsrisiko eines Börsengangs 2026.
Das stärkste Gegenargument lautet, dass die Wertschöpfung nicht bei der Hardware bleiben könnte. Lassen sich universelle Robotermodelle über Marken hinweg übertragen, wandern die Gewinne zur Software und zu günstigen chinesischen Armen. Softbank bliebe dann ein kapitalintensives Geschäft, dessen Umsatz 2024 um 7 Prozent fiel und dessen EBITDA binnen drei Jahren zwischen 221 und 385 Millionen Dollar schwankte.
Bull-Case. Softbank nutzt die ABB-Kanäle, um KI-Anwendungen in Tausende bestehende Roboterzellen zu bringen und Service- und Softwareerlöse je Roboter zu steigern. Wenn europäische und amerikanische Hersteller stärker auf die Herkunft ihrer Lieferanten achten, könnte ABB Robotics als Alternative zu Fanuc, Yaskawa und Midea-Tochter Kuka profitieren.
Bear-Case. Behörden in China oder anderswo verhängen Auflagen oder verzögern den Abschluss bis Ende 2026, und Kunden streuen in der Übergangszeit ihre Aufträge. Die Integration ins Softbank-Portfolio bleibt auf Pressemitteilungsniveau, und die Sparte wird zu einer weiteren Beteiligung, die nach zyklischen Industriegewinnen bewertet wird.
Signale, auf die es ankommt.
- Viertes Quartal 2025: erster ABB-Bericht mit Robotik als aufgegebenem Bereich und mögliche Aktualisierung der Erlöse.
- Erstes Halbjahr 2026: Fusionskontrollentscheidungen in EU, China und USA und mögliche Auflagen.
- Mitte bis Ende 2026: Vollzug, Name der erwerbenden Softbank-Tochter und erste Produkt- oder Kundenverbindung zwischen ABB Robotics und Skild AI oder AutoStore.
- 2022
- 2258
- 221
- 186
- 642
- 9,8
- 24,3
- 2023
- 2452
- 385
- 349
- 785
- 15,7
- 14
- 2024
- 2279
- 313
- 277
- 770
- 13,7
- 17,2
Ungeprüfte Pro-forma-Zahlen, veröffentlicht von Softbank Group am 8. Oktober 2025. EBITDA-Marge = EBITDA / Umsatz; EV / EBITDA = 5.375 Mio. US$ / EBITDA des Jahres. Berechnung MEKAWIRE.
Stand: 8. Okt. 2025
- Softbank Group über eine Tochtergesellschaft
- Division ABB Robotics, ausgegliedert in neue Holding in Zürich
- 5,375 Mrd. US-Dollar (rund 818,7 Mrd. Yen bei 152,31 Yen/Dollar)
- 2,279 Mrd. Dollar pro forma, rund 7 % des ABB-Konzerns
- 12,1 %
- rund 17,2-fach (Berechnung MEKAWIRE)
- rund 7000
- netto rund 5,3 Mrd. Dollar, Buchgewinn rund 2,4 Mrd. Dollar
- EU, China, USA
- Mitte bis Ende 2026
Warum das wichtig ist
Erstmals kauft ein großer KI-Investor einen der führenden Industrieroboterhersteller komplett. Ein profitables Geschäft mit 2,279 Milliarden Dollar Umsatz 2024 und rund 7000 Beschäftigten verlässt einen diversifizierten europäischen Technologiekonzern und wandert in ein Portfolio rund um KI-Modelle, Chips und Rechenzentren. Der Deal testet, ob Entwickler von Robotersoftware Hardware und Kundenzugang besitzen müssen, statt sie über Partnerschaften zu mieten.
Zugleich verschwindet ein geplanter Börsengang 2026, der Anlegern einen reinen europäischen Industrierobotikwert geboten hätte. Für Europas Industriepolitik bedeutet der Vorgang, dass nach dem Abschluss mit Kuka und ABB Robotics zwei große europäisch geprägte Robotikhersteller asiatische Eigentümer hätten.
Wettbewerbsanalyse
Fanuc, Yaskawa Electric und Kawasaki Heavy Industries bleiben eigenständig börsennotierte Spezialisten aus Japan, Kuka gehört Midea, Universal Robots ist Teil von Teradyne. ABB Robotics rückt damit ins Lager der Hersteller mit strategischem Mutterkonzern, doch anders als bei Midea oder Teradyne zielt Softbank auf KI-Software, nicht auf Hausgeräte oder Halbleitertests.
Der Druck kommt aus China. Laut IFR hielten chinesische Anbieter 2024 bereits 57 Prozent ihres Heimatmarkts, auf den 295.000 der weltweit 542.000 neu installierten Industrieroboter entfielen. In Deutschland, mit 26.982 Installationen Europas größter Markt, konkurrieren die etablierten Anbieter zunehmend auch mit chinesischen Herstellern, die über Preis und Lieferzeit angreifen.
Bewertungskontext
Die 5,375 Milliarden Dollar entsprechen nach Softbanks ungeprüften Pro-forma-Zahlen etwa dem 17,2-Fachen des EBITDA von 313 Millionen Dollar 2024, dem 19,4-Fachen des operativen EBITA von 277 Millionen Dollar und dem 2,4-Fachen des Umsatzes von 2,279 Milliarden Dollar. Auf Basis des EBITDA 2023 von 385 Millionen Dollar sind es 14,0, auf Basis von 2022 mit 221 Millionen Dollar 24,3. Der Multiplikator hängt also stark vom Referenzjahr ab.
Frühere Robotikübernahmen wurden auf Wachstum bepreist. Teradyne zahlte 2015 für Universal Robots 285 Millionen Dollar abzüglich Barmitteln, rund das 7,5-Fache des Umsatzes von mehr als 38 Millionen Dollar 2014. Zebra zahlte 2021 290 Millionen Dollar für 95 Prozent an Fetch Robotics, was rund 305 Millionen Dollar für das ganze Unternehmen bei rund 10 Millionen Dollar annualisiertem Umsatz entspricht. Dass ABB auf 770 Millionen Dollar Nettovermögen etwa 2,4 Milliarden Dollar Buchgewinn erwartet, zeigt den deutlichen Aufschlag auf den Buchwert.
Folgen für die Lieferkette
Mit ABB Robotics wechseln Steuerungen, Roboterarme, Software und Serviceorganisation den Eigentümer. Präzisionsgetriebe, Servomotoren und Antriebe für Industrieroboter stammen weltweit aus einer stark konzentrierten Lieferbasis in Japan, Deutschland und China; der Eigentümerwechsel allein ändert daran nichts. Für die Ausgliederung braucht es Übergangsverträge für Dienstleistungen und Lieferungen mit ABB, deren Trennungskosten der Konzern auf rund 200 Millionen Dollar schätzt.
Im Softbank-Portfolio dürften AutoStore, dessen Würfellager über Integratoren verkauft werden, und Skild AI, das reale Roboter für Training und Einsatz seines Modells braucht, die naheliegendsten Partner sein. Konkrete Liefer- oder Produktvereinbarungen mit ABB Robotics wurden aber nicht bekannt gegeben. Deutsche Zulieferer von Antriebs- und Greiftechnik sollten beobachten, ob sich Einkaufsstrategien nach dem Eigentümerwechsel verschieben.
Worauf jetzt zu achten ist
Viertes Quartal 2025: Der erste ABB-Abschluss mit der Robotik als aufgegebenem Geschäftsbereich kann Erlöse und Trennungskosten präzisieren. Zu beobachten ist auch, ob sich das Management unter Marc Segura während der Ausgliederung verändert.
Erstes Halbjahr 2026: Entscheidungen der Wettbewerbsbehörden in EU, China und USA. Mitte bis Ende 2026: Vollzug, erwerbende Softbank-Tochter, Finanzierungsstruktur und Softbanks erste Schätzung der Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
Analystensicht
These: Softbank kauft Vertriebsmacht und Glaubwürdigkeit in der Fabrik zum Preis eines reifen Industrieunternehmens. Das ist eine rationale Absicherung seiner Robotik-KI-Beteiligungen, doch der Erfolg hängt an einer Integration, die Softbank noch nicht beschrieben hat. Zuversicht: mittel.
Begründung: Preis, Multiplikatoren und ABB-Erlöse sind offengelegt und überprüfbar, die strategische Logik haben beide Seiten benannt. Finanzierung, Erwerbsvehikel, Ergebniseffekt bei Softbank und konkrete Produktpläne mit Skild AI oder AutoStore sind dagegen offen, und der Weg durch die chinesische Fusionskontrolle ist ungewiss.
Offene Fragen
Wie finanziert Softbank 5,375 Milliarden Dollar in bar neben seinen übrigen KI-Verpflichtungen, und muss ABB Robotics nach dem Vollzug Schulden tragen?
Genehmigt China ohne Auflagen? Welches ABB-Produkt erhält als erstes das Modell von Skild AI, und wann? Halten deutsche Autohersteller und Mittelständler in der Übergangsphase Aufträge zurück?