Neuromeka und KAIST verzichten auf die Handgelenkkamera, Humanoid EIR greift beidhändig nur mit einer Kopfkamera
Der koreanische Cobot-Hersteller Neuromeka hat nach einem Bericht der Fachzeitung Robot Newspaper (irobotnews) am 2. Oktober mitgeteilt, dass er mit der Gruppe von Professor Kim Min-jun an der KAIST-Fakultät für Elektrotechnik das Verfahren SCDP (Spatially Conditioned Diffusion Policy) entwickelt hat.
Damit trennte der Humanoide EIR zwei ineinandergesteckte Pappbecher mit beiden Händen, gesteuert allein über eine RGB-Kamera im Kopf. Das Paper wurde für die Conference on Robot Learning (CoRL) 2026 angenommen.
MEKAWIRE lagen weder das Paper noch eine Unternehmensmitteilung vor, die Zahlen stammen aus dem Bericht. SCDP sagt die Bahn der Fingerspitzen voraus, projiziert sie ins Kamerabild und wertet Bildmerkmale in mehreren Auflösungen rund um die erwartete Kontaktstelle aus.
In der Meta-World-Simulation mit 20 Demonstrationen je Aufgabe erreichte das Verfahren bei sechs schweren Aufgaben im Schnitt 82,5 Prozent Erfolg, eine Standard-Diffusion-Policy mit zusätzlicher Handgelenkkamera 74,2 Prozent.
Bei realen Greifversuchen an einem Franka-Panda-Arm mit Störobjekten lagen die Werte bei 85 und 80 Prozent gegenüber 30 und 65 Prozent, jeweils 20 Versuche. Für Integratoren in engen Fertigungszellen zählt vor allem, dass Kamera und Kabel am Handgelenk entfallen.
Neuromeka führt zudem ein Konsortium im staatlichen Projekt für autonomes Schweißen im Schiffbau über 17,5 Mrd. Won, über das MEKAWIRE am 28. September berichtete.