Nvidia bringt 4-GB-Modell Nemotron 3.5 Bolt für Roboter und lokale Agenten
Nvidia teilte am 23. Oktober in der auf Hugging Face und build.nvidia.com veröffentlichten Modellkarte mit, dass Nemotron 3.5 Bolt E4B 4GB verfügbar ist, ein kleines offenes Sprachmodell, das Nvidia auf Basis von Googles Gemma 4 E4B nachtrainiert hat.
Zielanwendungen sind lokale Sprachassistenten, interaktive Figuren und eingebettete Schnittstellen; die Karte zeigt eine Demo, in der der kleine Roboter Reachy Mini von Hugging Face mit dem Modell ein Gespräch führt.
Das Modell hat 8 Milliarden Parameter (4 Milliarden effektiv), passt in Q4_K_M-Quantisierung in rund 4 GB Speicher, verarbeitet bis zu 64.000 Token Kontext und wurde auf Jetson Orin, Jetson Thor, DGX Spark und der GeForce RTX 5090 getestet.
Es verarbeitet nur Text und übernimmt damit Dialog und Tool-Aufrufe eines Roboters, nicht dessen Motorsteuerung. In Nvidias eigenen Tests der quantisierten Fassung erreichte es im Mehrrunden-Benchmark When2Call 60,5 Punkte gegenüber 42,9 für Alibabas Qwen3.5 4B, lag bei Agentenaufgaben in Tau2-Bench (52,3 zu 61,7) und beim Funktionsaufruf in BFCL-v3 (67,3 zu 70,6) aber zurück.
Die Lizenz OpenMDW 1.1 erlaubt kommerzielle Nutzung. MEKAWIRE ordnet die Veröffentlichung in die Ankündigungen der GTC Berlin vom 21. und 22. Oktober ein (Isaac Lab 3.0, Datenplattform FLORA, neue Cosmos-Werkzeuge): Kostenlose Modelle binden Roboterhersteller an Nvidia-Hardware.
Für europäische Hersteller von Service- und Cobot-Systemen, die Sprachbedienung ohne Cloud und damit datenschutzfreundlich anbieten wollen, ist Deutsch ausdrücklich unter den Trainingssprachen.
