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MIT-Softroboter kriecht 2 Meter durch den Dünndarm und entnimmt Gewebeproben

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Das MIT teilte am 28. Oktober mit, seine Ingenieure hätten ein schlangenartiges, weiches Roboter-Enteroskop gebaut, das sich im Tierversuch rund 6,5 Fuß (etwa 2 Meter) durch den Dünndarm bewegte und Kamera, Sprühdüse für Medikamente und Biopsieclips vorführte.

Die Studie unter Leitung von Giovanni Traverso erschien in Science Robotics. Das Gerät ist kabelgebunden und wurde noch nicht am Menschen getestet.

Das Massachusetts Institute of Technology teilte am 28. Oktober mit, ein Team um Giovanni Traverso habe ein weiches Roboter-Enteroskop entwickelt, das sich selbstständig durch den Dünndarm schiebt und Werkzeuge für Bildgebung, Medikamentengabe und Gewebeentnahme trägt. Im Tierversuch legte der Roboter rund 6,5 Fuß zurück, etwa 2 Meter; Kamera, Sprühdüse und Biopsieclips funktionierten laut Mitteilung. Die Studie erschien in Science Robotics.

Der Dünndarm ist 6 bis 7,5 Meter lang und etwa 2,5 Zentimeter weit. Das heutige Standardverfahren, die Doppelballon-Enteroskopie, schiebt das Endoskop durch abwechselndes Aufblasen zweier Ballons voran, nach Angaben des MIT langsam und mühsam.

So bewegt sich der Roboter

Jeder Aktor hat vier Luftkammern; je nach Kombination streckt oder biegt sich der Schlauch in jede Richtung. Ballons an Kopf und Ende verankern sich abwechselnd und ziehen den Roboter vorwärts. Ihre Hüllen tragen Kirigami-Schnitte, aus denen beim Aufblasen kleine Schuppen treten, die an der glatten Schleimhaut greifen. Ein Bediener steuert über einen Controller, der Zugang ist über Mund oder Enddarm vorgesehen.

Warum es zählt

Nach MEKAWIRE-Rechnung entsprechen die gezeigten 2 Meter einem Viertel bis einem Drittel des menschlichen Dünndarms (6,5 Fuß geteilt durch 20 bis 25 Fuß). Die vollständige Untersuchung, die Traverso anstrebt, ist damit noch nicht belegt; Tempo, Eingriffsdauer, Vergleich mit dem Ballonverfahren und ein klinischer Zeitplan fehlen. Für europäische Endoskopiehersteller ist der Ansatz eine Alternative zu Kapselendoskopen, die nur beobachten. MEKAWIRE berichtete im Oktober zudem über die Magnetkapsel der Universität Tokio (5. Oktober) und den Endoskopie-Operationsroboter von EndoRobotics (6. Oktober). Verwandtes Unternehmen: EndoRobotics.

Gute oder schlechte Nachricht für das Unternehmen?

 

Eckdaten
Bekanntgabe
MIT-Mitteilung, 28. Oktober 2026
Studie
Science Robotics
Strecke
Rund 2 Meter (6,5 Fuß) im Tierversuch
Werkzeuge
Kamera, Sprühdüse, Clips für Biopsie und Polypenabtragung
Antrieb
Pneumatische Aktoren mit vier Kammern, Ankerballons mit Kirigami-Oberfläche
Leitung
Giovanni Traverso, MIT und Brigham and Women's Hospital
Nicht genannt
Tempo, Eingriffsdauer, Zeitplan für Tests am Menschen
Quellen